
Bei einer Razzia in der thailändischen Provinz Chiang Mai (Thailand) entdeckten Ermittler Ketamin und Crystal Meth – einen Teil davon in Powerbanks. Das Haus soll einem lokalen Ex-Politiker gehören. Nach Polizeiangaben hatten Beteiligte die Powerbanks zu Drogenverstecken umgebaut. Doch die Ermittler durchschauten die Tarnung und nahmen bei dem Einsatz 21 Menschen fest.
Geburtstagsfeier mit unerwartetem Besuch
Am Nachmittag des 7. Oktober 2026 rückten Ermittler der Polizeiregion 5 gemeinsam mit Mitarbeitern der Bezirksverwaltung San Sai zu dem Haus aus. Zuvor hatten sie Hinweise erhalten, dass Gäste bei einer Geburtstagsfeier dort Drogen konsumierten. Laut Polizei trafen die Einsatzkräfte die Gruppe beim Feiern, Alkoholtrinken und Drogenkonsum an. Sie nahmen neun Frauen und zwölf Männer fest und fanden Ketamin, Crystal Meth sowie Konsumutensilien.
Überraschungen gehören zu Geburtstagen. Eine Razzia dürfte allerdings selbst bei Menschen mit ausgeprägter Abenteuerlust eher selten auf der Wunschliste stehen.
Wie der stellvertretende Kommandeur der Polizeiregion 5, Thawatchai Phongwiwat, erläuterte, hatten die Beteiligten die Drogen auf unterschiedliche Weise versteckt. Aus den Powerbanks hatten sie Kabel und elektronische Bauteile entfernt und den Innenraum als Versteck genutzt. So wollten sie verhindern, dass die Polizei die Substanzen entdeckte.
Das Ergebnis war eine eigenwillige technische Entwicklung: Die Bastler hatten die Ladefunktion beseitigt und die Tarnwirkung offenbar überschätzt. Für einen Innovationspreis dürfte es knapp werden.
Die Verbindung zum Ex-Politiker wird geprüft
Das Haus soll einem ehemaligen Lokalpolitiker aus der Gegend gehören. Nach dem Bericht wollen die Behörden diese Angaben weiter überprüfen. Daraus lässt sich weder ableiten, dass der mögliche Eigentümer mitgefeiert hat, noch dass er von den Drogen wusste oder an den mutmaßlichen Delikten beteiligt war.
Auch die Ermittlungen zur Herkunft der Substanzen laufen weiter. Die Polizei will herausfinden, wer sie geliefert hat und welche weiteren Personen im Hintergrund beteiligt gewesen sein könnten. Konkrete Drogenmengen oder abschließende Urteile nennen die vorliegenden Berichte nicht.
Quelle: wochenblitz.com
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