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Bild: NYPD


Wer gerne bei sich zuhause die Musik laut dreht, Gäste bei sich hat und ohne Rücksicht die Feste feiert, wie sie fallen und nicht mehr von der Polizei böse in der eigenen Wohnung überrumpelt werden will, der sollte nach New York ziehen.
Eine neue Vorschrift sieht vor, dass die New Yorker Polizei keine Partys in privaten Räumlichkeiten mehr ohne angeordneten Durchsuchungsbefehl betreten darf. Heißt: Ist die Musik zu laut und die Nachbarn rufen wegen Ruhestörung die Polizei, darf diese zwar anklingeln und um Ruhe bitten, aber mehr auch nicht. Betreten der Wohnung ist den New Yorker Beamten ab sofort untersagt.

Leid tun können einen die vom Lärm gestörten Nachbarn. Denn eine Entscheidung (gewaltsam) eine private Wohnung zu betreten um die Lautstärke zu regeln darf nur noch ein Kommandant (duty captain) und das auch nur als letzten Ausweg, also wenn vorherige Anfragen den Lärm zu unterbinden ignoriert wurden.

Diese Maßregelung haben sich die NYPD Cops anscheinend selbst zu zu schreiben. Die New York Post schreibt, dass diese neue Regelung durch Klagen mehrerer Wohnungs-und Hauseigentümer zu Stande kam. Den Cops wird vorgeworfen, dass sie ohne Durchsuchungsbefehl in die privaten Wohnungen eindrangen und Eigentum, darunter Soundsysteme, zerstörten. Weiter heißt es, dass die New Yorker Polizei so viel Audio-Equipment im vergangenem Jahr konfisziert habe, dass deren Lagerhalle aussieht wie ein Elektro-Markt.

Der neue Beschluss, der Apartment-Party-Freunden sehr entgegenkommend scheint, sorgt für Zweifel bei manchen anderen New Yorkern. Außer dass viele New Yorker um ihren Schlaf bangen müssen, vermutet man auch, dass durch diese Regelung mehr Gewalt entstehen wird. Behörden teilen diese Sorge. Die Schlussfolgerung ist einfach: Bleibt die Musik an, dauern die Partys länger, es wird mehr getrunken und mehr Gewaltdelikte entstehen.
Das NYPD stellt sich auf einen harten Sommer ein.

Quelle: New York Post, Stoney Roads, Mixmag

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