Kreuzkeller

Kaum da es bekannt wurde, dass in Nürnberg Polizei-Beamte teilweise menschenunwürdig mit den Besuchern des Clubs „Waschsalon“ umgehen, kommt der nächste Bericht über unverhältnismäßig brutales Verhalten von Polizei-Beamten bei Razzien.

Am vergangenen Samstag fand nicht nur im Nürnberger „Waschsalon“ eine Groß-Razzia statt, sondern auch im niederbayerischem Tettenweis im Club „Kreuzkeller“.  Beide Razzien verliefen unter Bedingungen, die das Grundrecht unserer Verfassung anzweifeln lassen.
Während die Beamten von einer korrekt Razzia berichten, sagen Beteiligte etwas ganz ganz anderes. Gäste mussten sich komplett entkleiden und stundenlang still stehen. Außerdem wurden die Gäste wie Schwerstverbrecher mit Nummern versehen. Kurz vor Mitternacht stürmte ein Großaufgebot von ca. 150 Polizisten die Goa-Party im Club „Kreuzkeller“, dazu wurden sämtliche Zufahrten zum und vom Club abgesperrt.

Die Razzia fand statt, weil die gesamte Goa-Szene den Beamten ein Dorn im Auge ist. Die Polizei erklärte dem Clubbetreiber schon im Vorfeld, dass sie keine Freunde dieser Musik seien. Auf Goa-Partys verzichten wollte der „Kreuzkeller“-Betreiber dennoch nicht. Schließlich gäbe es im Tettenweiser Umfeld genügend Freunde der Goa-Musik und die Partys laufen gut.
Sollte es etwa keine Goa-Veranstaltungen im „Kreuzkeller“ mehr geben, nur weil die Polizei die gesamten Szenerie der friedlichen Goas nicht mag? Bestimmt nicht, also fanden weiter Partys statt. Mit der Folge dass sich der Club und seine Gäste bis in die kleinste Ecke und Ritze durchsucht wurden. Und ja, das meinen wir so, sämtliche Körperöffnungen wurden kontrolliert. Der Polizeisprecher äußerte dazu, dass er es sich nicht vorstellen könne, dass sich jemand ganz ausziehen musste. Er fügte hinzu, dass das bloße Abtasten über der Kleidung allerdings nicht zielführend sei, um den Verdacht auf Drogenbesitz nachzugehen.

Die Polizisten verzeichnen es als großen Erfolg bei 30 von 170 kontrollierten Gästen illegale Substanzen gefunden zu haben. Gefunden wurde Amphetamin und Ecstasy. Gegen zwei Personen wird wegen Verdacht auf Drogenhandel nun ermittelt.

Die Staatshüter wollten die auf Goa Feiernden mit Drogenbesitz drankriegen. Das stundenlange festhalten war angeblich notwendig, damit die Drogen vor der Leibesdurchsuchung nicht weggeworfen werden könnten.
Die betroffenen Clubgäste haben auf das Verhalten der Beamten bei der Razzia im Internet scharf reagiert. Die Goa-Szene fühlt sich diskriminiert.
Zwei Personen kollabierten während der Razzia und mussten von einem Rettungsdienst medizinisch betreut werden. Aus Sicht der Polizisten war dafür natürlich der Drogenkonsum schuld und nicht die Aufregung der Razzia, das stundenlange Rumstehen in der Kälte und der raue Ton der Beamten.

Zen Safari sind die Veranstalter der Goa-Partys im „Kreuzkeller“, hier eine Party im vergangenem September. Kriminell!! :P

Das könnte dich auch interessieren:
Das sind Eure beliebtesten GOA-Festivals

Stadt Nürnberg will Techno auf Afterhours verbieten
Das sind die international angesagtesten Goa-DJs
Razzia im Lehmann Club war nur ein Fake