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In Saarbrücken hat sich der Konsum von Aufputschmitteln innerhalb eines Jahres drastisch erhöht. Laut der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht liegt die Landeshauptstadt des Saarlands beim Amphetamin-Konsum auf Platz eins in Europa.

Die Experten werteten den Konsum auf Basis der Abwässer mit entsprechenden Rückständen aus. Pro Tag kam auf 1000 Personen ein Amphetamin-Konsum von 407 Milligramm. Im Vorjahr war Saarbrücken noch mit 242 Milligramm auf dem dritten Platz.

Auf dem zweiten Platz ist mit Abstand die isländische Hauptstadt Reykjavik und auf dem dritten Platz Oslo. Dortmund und Berlin sind auf Platz zehn und elf und sind damit die nächsten deutschen Städte auf der Liste.

Die Europa-Expertise stand aber auch unter Kritik und die Ergebnisse wurden als „fragwürdig“ bezeichnet. Es wurde auch nicht berücksichtigt, dass die beiden Saarbrücker Kläranlagen auch zirka 30 Prozent Fremdabwässer beinhalten.

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Klar, dass der europaweit erste Platz auf dem Amphetamin-Konsum nicht gerade ein rühmlicher Titel für die Politiker der Stadt ist. Es gibt weitaus schönere Aspekte, die ein besseres Licht auf die Universitätsstadt werfen würden.

Es sollte auch erwähnt werden, dass Großstädte wie Düsseldorf, Hamburg oder Köln nicht von der Studie erfasst werden. Bei der Studie geht es aber nicht darum, eine Hitliste zu erstellen, sondern darum interessierte Städte darauf hinzuweisen, in welchen Bereichen es Probleme gibt. Und die sind in Saarbrücken wohl bei Amphetaminen. Deshalb will die Stadt nun die Suchthilfe neu organisieren.

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