Stormzy auf dem Open Air Frauenfeld 2019 – Foto von Frank Schwichtenberg via Wikimedia


Der britische Rapper Michael Omari alias Stormzy geht spätestens seit seinem Debütalbum “Gang Signs & Prayer” (2017) durch die Decke. Mehrere Top-Platzierungen in den britischen Charts, Auszeichnungen für das beste Album und als bester männlicher Künstler bei den Brit Awards, Headliner beim Glastonbury Festival und “Next Generation Leader” (Auszeichnung der Time) sprechen eine klare Sprache.

Dass der Künstler ghanaischer Abstammung sich von seinem Erfolg nicht beirren lässt, bewies er bereits mehrfach bei großzügigen Aktionen. So unterstützte Stormy etwa im Jahre 2017 die Londonerin Fiona Asiedu, damit diese ein Studium an der Harvard Universität beginnen konnte. Ein Jahr später rief Omari außerdem ein Stipendium ins Leben, um vier schwarzen britischen Studenten ein Studium an der Universität von Cambridge zu ermöglichen.

Und auch in Zeiten von neu aufkeimenden und verschärften Rassenkonflikten wird der 26-jährige in wohltätiger Hinsicht wieder aktiv. Zusammen mit seinem Label #Merky will Stormzy über einen Zeitraum von zehn Jahren eine Summe von 10.000.000 Pfund (= ca. 11.000.000 Millionen Euro) an Organisationen, Wohltätigkeitsorganisationen und Initiativen spenden, die sich für die Bekämpfung der Rassenungleichheit, eine Justizreform und das Empowerment der Schwarzen in Großbritannien einsetzen.

Stormzy sagt: “Die unbequeme Wahrheit, die unser Land fortwährend nicht anerkennt und zugibt, ist, dass Schwarze in Großbritannien in jedem Aspekt des Lebens ständig benachteiligt waren – schlichtweg wegen unserer Hautfarbe.”

Er führt fort: “Ich habe das Glück, in der Situation zu sein, in der ich mich befinde, aber ich habe gehört, dass die Menschen die Idee des in Großbritannien existierenden Rassismus oft mit den Worten abtun: “Wenn das Land so rassistisch ist, wie bist du dann so erfolgreich geworden? Dazu sage ich: “Ich bin nicht das Paradebeispiel Großbritanniens für das, was angeblich passiert, wenn ein Schwarzer hart arbeitet.”

“Es gibt Millionen von uns […]. Wir müssen gegen das rassistische System kämpfen, das sich gegen uns stapelt und dafür ausgelegt ist, dass wir scheitern, bevor wir überhaupt geboren sind. Schwarze haben viel zu lange auf einem unebenen Spielfeld gespielt, und dieses Versprechen ist eine Fortsetzung des Kampfes, um die Chancen endlich auszugleichen”, resümiert der Grime-Rapper.

 

 

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Beitragsbild: Frank Schwichtenberg – Wikimedia