Aktuell warnen Ärzte und Suchtexperten vor extrem starkem Turbo-Cannabis. Die modernen Züchtungen der Nutzpflanze sind nicht mehr vergleichbar mit dem Gras, das die Hippies in den 60ern geraucht haben.

Die Warnungen kommen nicht von ungefähr. Immer mehr und immer jüngere Cannabis-Konsumenten haben mit gesundheitlichen und oder psychischen Problemen zu kämpfen. Grund dafür sollen die immer stärker werdenden Cannabis-Züchtungen sein. Ebenfalls sind synthetische Cannabinoide um ein vielfaches stärker und in vielen Fällen auch leichter zu besorgen, als herkömmliches Cannabis.

Teilweise hat sich der THC-Gehalt der Pflanzen fast verdoppelt. Deshalb kann man eigentlich nicht mehr von einer „weichen“ Droge sprechen, von der sonst die Rede war. Das potente Gras soll der Wirkung von LSD gleich kommen und ist nicht zu unterschätzen.

Vor allem bei Dauerkonsumenten seien die Risiken besonders hoch. In manchen Kliniken werden bereits 13-Jährige mit psychischen Störungen behandelt, die höchstwahrscheinlich von deren übermäßigem Cannabis-Konsum stammen oder zumindest ausgelöst wurden.

Laut Aussagen von Professoren am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sind Klinikaufenthalte mittlerweile öfter auf Cannabis, als auf Opiate wie Heroin zurückzuführen. Die häufigsten Krankheitsbilder sind demnach Paranoia und Angstzustände.

Das wirft natürlich kein gutes Licht auf die Pflanze, bei der sich die Geister scheiden. Während viele Menschen seit Jahren auf die Legalisierung warten, bestärken die aktuellen Erkenntnisse wohl eher die Legalisierungsgegner. Egal, wie man in Zukunft darüber entscheiden wird, bedarf es sicherlich einer genaueren Beschäftigung mit dem Thema.

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