Quelle: facebook

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Seit über 25 Jahren gilt der kleine Kellerclub in der Königsstraße in Nürnberg als Institution. Mehrere Namen hatte die Diskothek bereits: erst „Viper“, dann „Nano“ und mittlerweile als „4hertz“. Man wollte mit dem Club ein neues Wohnzimmer im Zentrum der Stadt schaffen. Nach acht Monaten Umbau und nicht mal ein Jahr Betrieb scheint nun mit dem Ende des Jahres auch das Ende des Clubs zu kommen.

Die Betreiber des Clubs posteten auf Facebook: „In dieser Stadt fällt wohl alles mögliche unter Kultur, nur nicht die Clubkultur.“ Aufgrund ständiger neuer Auflagen und großem Frust schließt der Laden nun zum Januar.

Grund für die Schließung seien größtenteils Anwohnerbeschwerden. Der stellvertretende Leiter des Ordnungsamt meinte: „Wir haben nichts gegen Techno-Clubs. Es geht nicht um die Art der Musik, sondern um die Art der Darbietung.“ Dabei ginge es auch um Lautstärke, das Licht und die Showeffekte.

Doch scheinbar spielt auch der Drogenkonsum auf Technoveranstaltungen eine Rolle. Erst vor kurzem gab es Differenzen zwischen der Stadt und den Nürnberger Club-Betreibern. In dem Afterhour-Club Waschsalon fand eine riesige Razzia statt, bei der fünf Stunden lang Gäste und Personal gefilzt wurden. Dabei wurden natürlich viele Drogen gefunden. Nachzulesen hier.

Dem „4hertz“ wurden Restriktionen angedroht, wenn es bei ihnen zu Drogendelikten käme. Sogar ein Hinweisschild mit dem Verbot des Drogenkonsums musste man anbringen. Der Clubbetrieb wurde den Machern von Anfang an erschwert und es gab wohl immer wieder fadenscheinige Gründe dem Club Steine in den Weg zu legen. Nun hat die Stadt Nürnberg wohl ihr Ziel erreicht. Toll gemacht!

Was stimmt nur nicht mit Bayern?

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