Eine Umfrage der britischen Musikergewerkschaft (Musicians Union) hat ergeben, dass rund ein Drittel aller Künstler in Erwägung zieht, aufgrund der Corona-Pandemie ihre Karriere zu beenden.

Von den etwa 2.000 Gewerkschaft-Mitgliedern würden 87 Prozent weniger als 20.000 Pfund im Jahre 2020 verdienen, berichtet der Guardian. Das Durchschnittseinkommen in Großbritannien liegt bei 29.600 Pfund.

Ebenfalls 87 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten würden, sollte die britische Regierung die Urlaubs- und Einkommens-Unterstützungsprogramme ab Oktober nicht verlängern.

Die Umfrage ergab auch, dass fast die Hälfte der Musiker „gezwungen“ sei, sich nach Arbeit außerhalb der Musik-Branche umzusehen. 36 Prozent der Künstler gaben an, aktuell „überhaupt keine Arbeit haben“.

Die Kritik gegen die Regierung wird folgerichtig immer deutlicher. 88 Prozent werfen der britischen Regierung demnach vor, sich nicht akribisch genug für die Kunst- und Musik-Branche einzusetzen. Abgesehen von unabhängigen Fonds und Zuschüssen sowie dem angesprochenen Urlaubs- und Einkommens-Unterstützungsprogramm, habe es im Grunde genommen keine direkte Hilfe seitens der Politik gegeben.

Die Musiker-Gewerkschaft ruft Ihre Mitglieder und Unterstützer nun dazu auf, aktiv auf die Abgeordneten zu zugehen, um stärkeren Support zu erhalten.

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Quelle: ResidentAdvisor, Musicians Union