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Bekannt ist Lysergsäurediethylamid, oder einfach LSD vor allem für eines: eine Partydroge, die das Bewusstsein erweitert. Konsumenten beschreiben den LSD-Trip als eine Reise, welche sowohl positiv als „Trip“ aber auch negativ als „Bad Trip“ ausfallen kann. Sogenannte „flashbacks“ lassen die User gewisse Aspekte oder Erfahrungen erneut durchleben, ohne dass diese die Droge erneut einnehmen müssen.

Bald könnte das Halluzinogen auch in der Medizin Verwendung finden, nämlich um Krankheiten wie Depressionen behandeln zu können. Hierzu raten bisweilen Wissenschaftler in dem Gebiet. Unter anderem auch die Forscherin Amanda Feilding, sie ist die Gründerin von Beckley Foundation. Ein Unternehmen, dass unzählige Studien zum medizinischen Nutzen von psychedelischen Substanzen finanziert hat. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeine sagte sie: „LSD oder Psilocybin können wirksame Medikamente gegen Depression und Sucht sein, es gibt Anzeichen, dass sie bei Posttraumatischer Belastungsstörung helfen oder gegen Migräne. Diese Mittel haben so viel Potential, und wir lassen es liegen, weil Richard Nixon und andere Verblendete sie Anfang der Siebziger verboten haben. Das wollte und will ich nicht hinnehmen. Ich kann insbesondere Politikern noch so oft positive Studienergebnisse zeigen. Sie nehmen sie gar nicht richtig zur Kenntnis, weil wir mit verbotenem Material hantieren. Für das Verbot müsse es ja Gründe geben. Ja, aber die falschen, sage ich dann. Und sie: So what!“

Laut einem Bericht von ntv haben Forschende der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich deshalb untersucht, wie Veränderungen in der Selbstwahrnehmung und Veränderungen in der sozialen Interaktion miteinander zusammenhängen und welche pharmakologischen Prozesse dabei eine Rolle spielen. Durch die miteinander verbundene Selbstwahrnehmung und soziale Interaktion, dass Gehirnregionen, die für die Unterscheidung zwischen der eigenen und anderen Personen wichtig sind, unter LSD weniger aktiv waren. Das Resultat ist, dass sie dadurch soziale Interaktionen verändern. Somit können Krankheiten wie Depressionen mit der Droge behandelt werden.

 

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