Luca Schreiner

In der letzten Ausgabe hatte ich euch nach weiteren Fragen zum Thema Remix gefragt. Daraufhin haben mich sehr viele Nachrichten und Fragen erreicht. Dabei fand ich insbesondere die Frage sehr interessant, wie man grundsätzlich seinen eigenen Sound entwickelt und sich damit von der Masse abhebt. In der heutigen Ausgabe versuche ich euch deshalb mal meine Sicht darauf zu schildern und euch Tipps mitzugeben wie man am Besten seinen eigenen Sound sowohl in seinen eigenen Produktionen als auch in Remixen entwickeln kann.

Unbestritten ist, dass durch die immer einfacher werdende Verbreitung von Tracks im digitalen Markt ständig die Konkurrenz unter den Künstlern steigt und man heutzutage einen unverkennbaren Sound haben muss, um sich als Künstler von der Masse abzuheben. Sounds und Arrangements aus erfolgreichen Hits nachzubauen wird durch die technologischen Möglichkeiten immer einfacher und schneller umsetzbar. Es reicht nicht mehr, einfach nur nach einem bereits erfolgreichen Künstler zu klingen – man muss sich heutzutage vielmehr klar davon abheben und etwas Eigenständiges erschaffen.
Für mich selbst versuche ich das, indem ich mich ständig mit verschiedenen Genres auseinanderzusetzen und mich von deren unterschiedlichen Elementen inspirieren lassen. Womöglich findet man Elemente aus Genres, bei denen man niemals dachte, diese in seinen eigenen Produktionen einbauen zu können. Auch hilfreich ist es, sich über Jahre hinweg einen eigenen Sample-Ordner zu erstellen. Beispielsweise aus verschiedenen Kicks, Drums und FX-Sounds, welche man immer wieder in seine Produktionen verwendet. Dadurch kann man relativ unterschwellig in all seinen Produktionen dem Hörer eine Vertrautheit in Zusammenhang mit seinem Künstlerprojekt geben, ohne dass sich die Produktionen zu stark und zu offensichtlich ähneln. Weiter empfiehlt es sich auch Sample-Instrumente oder bestimmte Synthesizer-Sounds, die man häufig in seinen Produktionen verwendet, als Channel-Strip in dem jeweiligen DAW abzuspeichern. In Logic X kann man beispielsweise selbst neben dem Synthesizer oder Sample-Instrument Plugin auch die dazu geschalteten Effekt-Plugins abspeichern – siehe Screenshot. Dadurch kann man recht einfach und schnell Elemente aus seinen eigenen Produktionen in andere Projekte übernehmen, ohne dafür die Effekte manuell dazu schalten zu müssen. Ziel dabei soll es sein, dass der Hörer gewisse Sounds und Elemente mit einem als Künstler assoziiert und dadurch unverkennbar wird.

FAZE-Part 6

Habt ihr noch weitere Fragen zum Thema Remix? Dann schickt mir gerne eine Mail an: info@lucaschreiner.com

Luca Schreiner – Die Kunst des Remixens Pt. 1
Luca Schreiner – Die Kunst des Remixens Pt. 2
Luca Schreiner – Die Kunst des Remixens Pt. 3
Luca Schreiner – Die Kunst des Remixens Pt. 4
Luca Schreiner – Die Kunst des Remixens Pt. 5

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