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Psychedelika verändern die Sichtweise auf die Welt für immer

Psychedelische Substanzen wie Psilocybin und LSD können die Art und Weise, wie man die Welt wahrnimmt, grundlegend verändern. Aus diesem Grund erhoffen sich Forscher, Mediziner und Psychotherapeuten, dass zumindest für medizinische Zwecke diese Substanzen erlaubt werden. Die Dokumentation „A New Understanding: The Science of Psilocybin“ zeigt, dass die Ergebnisse der Forschung mit Psychedelika erstaunlich sind. Besonders interessant ist der Aspekt, wie hilfreich Psychedelika in einer Therapie sein können.

David Nutt, ein Professor für Neuropsychopharmakologie in der Abteilung der Gehirnwissenschaften am Imperial College London sagt, dass Psilocybin im Rahmen einer Therapie in 30 Sekunden das erreichen kann, was Antidepressiva erst nach drei oder vier Wochen erreichen. Er ist davon überzeugt, dass eine Therapie begleitet von Psilocybin eine transformationelle Wirkung auf die psychische Gesundheit haben kann. Patienten mit Depressionen oder Angstzuständen, die sich einer Standardbehandlung relativ resistent gegenüber verhalten, durchleben einen regelrechten psychischen Durchbruch. Es sei, als ob man eine „chirurgische Intervention“ durchgeführt habe und man endlich zum Problem inklusive Lösungsweg durchgekommen wäre.

Weiter geht es in der Dokumentation darum, dass Krebspatienten mit Hilfe von Psychedelika frei über das bedrängende Ende ihres Lebens sprechen können und es akzeptieren können. Auch geht es in der Dokumentation über gesunde Teilnehmer, die nach der Einnahme von Psychedelika von einer Art „Reise“ sprechen, die ihre Sichtweise und Wahrnehmung grundlegend verändert habe, im positiven Sinne.

Der Teil des Gehirns, der die Stimmung koordiniert und bei Depressionen beispielsweise besonders im Fokus steht, wird mit Einfluss von Psychedelika angeregt und lässt es zu mit anderen Regionen im Gehirn „zu kommunizieren“. In etwa kann man dies auch mit einer hohen Stufe der Meditation erreichen.
Oft wird im Zusammenhang mit LSD und Psilocybin (der Wirkstoff von Magic Mushrooms) von Halluzinationen gesprochen. Es ist jedoch nicht so, dass man es sich so vorstellen muss, dass plötzlich rosa Elefanten durch den Raum fliegen, sondern diese Halluzinationen sind eher sensorische Phänomene, die auf Stimuli reagieren, die es in der Realität nicht gibt. Sie werden intern generiert. Es ist das sprichwörtliche über den Tellerrand hinausschauen. Um diese Effekte zu bewirken, aktivieren Psychedelika Serotonin 2a Rezeptoren. Aber etwas über diese Erfahrung hinaus (Gehirnaktivierung, Illusionen und Halluzinationen) scheint etwas Tieferes mit uns zu machen, das schwerer zu verstehen ist. Forscher sprechen hier über eine „mystische Erfahrung“, die Psychedelika hervorrufen können. Diese Erfahrung hat eine starke und nachhaltige Wirkung auf die Psyche.

 

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