Source: Nina Kraviz – Facebook


Nina Kraviz hat eine neue Frisur. Das klingt zunächst nach einer typischen Gala- oder Brigitte-Meldung. Wie wir wissen, hat die Russin jedoch herzlich wenig mit derartigen Magazinen zu tun und würde dort wohl niemals erwähnt werden. Innerhalb der Technoszene hat ihr neustes optisches Erscheinungsbild allerdings für reichlich Aufsehen und Kritik gesorgt.

Kraviz hatte sich sogenannte Cornrows flechten lassen und das Resultat in den sozialen Medien geteilt. Neben Komplimenten hagelte es aber auch reichlich Anschuldigungen. Viele User betitelten ihre Frisur als rassistisch, und wiesen darauf hin, dass der Haarschnitt ausschließlich der afrikanischen Kultur zugehörig sei. Das ließ die 38-Jährige nicht auf sich sitzen und verteidigte sich vehement. Cornrows seien demnach nicht nur afrikanischen Ursprungs, sondern vielmehr ein globales Phänomen, das in etlichen Kulturen auftrete.

Puh, ganz schön viel Wirbel um eine Frisur. Doch es kam noch dicker für die Kraviz: Demnach sei auch der Titel ihres Erfolgstracks „Ghetto Kraviz“ insofern verwerflich, als dass der Begriff „Ghetto“ ein rein afroamerikanischer Terminus wäre. Das Wort „Ghetto“ dürfte deshalb auch nur in diesem Kontext benutzt werden. Doch Kraviz hatte auch hierfür eine passende Antwort parat: „Wenn polnische Juden erfahren würden, dass ‚Ghetto‘ ausschließlich ein afroamerikanischer Begriff sei, dann wären sie wohl äußerst überrascht.“

Ihr Twitterprofil verwandelte sich in der Folge in ein verbales Schlachtfeld, auf dem insbesondere das Wortgefecht mit Frankie von der New Yorker Bookingagentur Discwoman ins Auge stach.

Mit ihrer Schlagfertigkeit konnte sie offenbar auch viele Nutzer auf ihre Seite ziehen, die ihre Frisur und den Tracktitel verteidigten.

Die meisten Tweets hat Kraviz mittlerweile gelöscht, da das Ganze zu sehr ausgeartet sei. Wer dennoch einen Blick auf ihr Twitterprofil erhaschen möchte, der kann das hier tun.

 

Quelle: Mixmag

 

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