Korallenriffe werden nicht grundlos als „Regenwald der Meere“ bezeichnet. Sie besitzen einen enormen ökologischen Einfluss und dienen gleichzeitig als Lebensraum für etliche Tier- und Pflanzenarten. Umso trauriger, dass die Riffe mittlerweile stark gefährdet sind. Schuld daran hat (natürlich) der Mensch: Überfischung, die Verschmutzung der Meere und viele weitere Faktoren wirken sich negativ auf den Erhalt der empfindlichen Ökosysteme aus.

Viele Forscher und Umweltschützer weltweit arbeiten deshalb an zahlreichen, innovativen Projekten, die sich für den Schutz der Korallenriffe einsetzen. Wie aus dem Bericht „Acoustic enrichment can enhance fish community development on degraded coral reef habitat“ von Nature Communications hervorgeht, machten Wissenschaftler nun eine äußerst interessante Entdeckung, die sich zugunsten der Riffe auswirken könnte.

Demnach haben bestimmte Töne sowie Schall einen positiven Einfluss auf sterbende und/oder tote Korallen. Während der Studie wurden Unterwasserlautsprecher installiert, die die Klänge von Korallenriffen mit einem florierenden Ökosystem ausstrahlten. Das Ergebnis dieses Versuch war äußerst erfreulich: Die Aktivität nahm zu, mehr als doppelte so viele Fische wie üblich schwammen zu den Riffen. Zusätzlich nahm die Anzahl von Fischarten um 50 Prozent zu. Jetzt fragen sich bestimmt viele von euch, was die Fische mit den Korallenriffen zu tun haben. Das ist einfach erklärt, denn die Fische helfen den sterbenden und toten Riffen sich zu erholen, indem sie sie reinigen und somit Platz für das Wachstum neuer Korallen schaffen. Gute Arbeit, Fischies (und Wissenschaftler)!

Mehr zur Studie findet ihr hier.

 

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