Cannabis-Patient bekommt Strafe wegen „provokativen“ Rauchens / Bild von Shutterbug75 auf Pixabay


Vergangene Woche bestätigte das Bayerische Oberlandesgericht eine Geldbuße gegen einen Cannabis-Patienten aus dem mittelfränkischen Fürth. Obwohl der Mann eine Genehmigung für den Konsum von Cannabis zum medizinischen Gebrauch hat, muss er nun eine Geldbuße von 50 Euro bezahlen.

Auch wenn der Mann aus Fürth eine ärztliche Bescheinigung hat, muss er nun zahlen, weil er scheinbar öffentlich und provokant Cannabis rauchte. Das Amtsgericht Fürth hatte die Geldbuße verhängt, die nun vom Bayerischen Obersten Landesgericht bestätigt wurde.

Der Fürther hatte sich im vergangenen Jahr im März an einem Bistrotisch gestellt und dort Cannabis geraucht. Das Gericht hatte entschieden, dass er das mit der Intention tat, um zu provozieren und Aufmerksamkeit zu erregen. Ein Gemüsebauer vom benachbarten Marktstand hatte sich über ihn beschwert.

Das Urteil wird vom Deutschen Hanfverband (DHV) kritisiert. Georg Wurth vom DHV fragte sich leicht ironisch in einem Video, ob man denn auch Aspirin provokativ einnehmen kann.

Die Frage ist doch, ob sich aus dem „provokativen“ Rauchen des Herrn Vorteile für die Konsumenten von medizinischem Cannabis ergeben. Dieses Trotzverhalten ist vermutlich nicht der beste Ansatz, dennoch zeigt das Urteil, dass der medizinische Gebrauch längst nicht so legal ist, wie man meinen möchte.

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