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Chris Liebing über den Playdifferently Mixer MODEL 1 von Richie Hawtin


 

 

Wir hatten hier und hier schon über die Mixer-Entwicklung MODEL 1 von Richie Hawtin berichtet. Jetzt haben wir anlässlich unseres Chris Liebing-Interviews die Gelegenheit ergriffen, jemanden, der von Anfang an in die Entwicklung involviert gewesen ist, nach den Vorzügen des MODEL 1 zu befragen.

FAZEmag: Du bist dafür bekannt, dass dein aufwändiges DJ-Set von vielen anderen Acts als Live-Act angekündigt würde. Wie sieht dein aktuelles Set-up aus und was denkst du über den neuen PLAYdifferently Mixer MODEL 1 von Richie Hawtin? Was kann man damit besser machen, als bei anderen Modellen?

 

Chris Liebing: In der Planung des neuen Mixers, der von Richie Hawtin quasi angeführt wurde, waren wir, also einige DJs, eigentlich schon seit zwei, drei Jahren involviert, von daher bin ich schwer begeistert von dem Endprodukt, weil auch alle lang genug daran gearbeitet haben. Da muss man Richie wirklich ein großes Kompliment machen, wie viel Energie er in solche Projekte steckt. Ich meine, wir stehen nur nebenan und sagen mal “so einen Fader brauchen wir“ und “so sollte die Kurve des Filters sein“, aber man braucht natürlich jemanden, der sich wirklich dahinter hängt und der auch die gewissen Attribute mitbringt, um das seriös an den Start zu bringen. Derjenige, der den Mixer gebaut hat, heißt Andy Rigby-Jones und ist früher der Chef Designer der Allen & Heath Mixer gewesen, von daher ist das der Mixer, der mich wohl in den nächsten zehn Jahren begleiten wird. So wie mich auch der Xone92 von Allen & Heath in den letzten zehn Jahren begleitet hat. Eines der unschlagbaren Argumente für diesen Mixer sind für mich die sechs Kanäle. Mein Setup hat sich inzwischen ein wenig aufgebläht: Sechs Traktor Decks, die ich von zwei Rechnern laufen lasse und natürlich mein Maschine. Das ist zwar vielleicht etwas aufwändig, aber ich bin damit in den letzten zehn, zwölf Jahren zusammengewachsen und sehe das als mein Instrument an. Ich verändere immer in kleinen Schritten kleine Dinge. Mal wird mein Maschine Template verändert oder hin und wieder angepasst oder ich verwende andere Effekte, und durch den neuen Mixer ist natürlich noch mal alles anders geworden. Allein das Gefühl für das Mixen ist anders. Ich habe eine viel größere Freiheit, da ich irgendwelche Loops, die laufen und einen guten Vibe verbreiten, nicht mehr ausmachen muss, weil ich ein weiteres Deck brauche. Wobei ich auch hier schon manchmal an meine Grenzen gelangt bin, als ich auf den Mixer guckte und alle sechs Fader oben waren, und ich hoffte noch irgendetwas Siebtes spielen zu können. Aber alles mit der Zeit. Das ist alles eine Entwicklung und zwar eine momentan sehr spannende Entwicklung. Und es ist eine ganz persönliche Sache. Manchen Leuten wird der Mixer sehr gefallen, er klingt definitiv fantastisch und hat tolle Merkmale, wie die Master Filter Sektion, zwei Sends und Returns, einen kleinen Overdrive Button und natürlich die doppelte Cue Funktion, das heißt dass man mit zwei Kopfhörern wunderbar back2back Sets spielen kann. Von daher: ausprobieren, es ist definitiv mein nächster Standard-Mixer!

 

Das komplette Interview mit Chris Liebing findet ihr in unserer Juli-Ausgabe.

 

 

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