Vergangene Woche hat die Polizei einen jungen Mann erwischt, der dabei war seine Drogen abzuwiegen. Das Kuriose an der Sache: er hatte seine „Geschäftsräume“ in einem Waldstück eingerichtet.

Die Beamten waren zu Fuß unterwegs und ihnen fielen mehrere Pfade auf, die zu einer Art Behausung führten. Der mutmaßliche Dealer hatte sich häuslich eingerichtet. Zwischen Bäumen waren Äste verflochten und als Dach hatte er eine Plane gespannt. Unter der Plane standen Stühle, eine Bank, ein Tisch, ein Grill mit Holzkohle und, ganz wichtig, ein Garderobenständer. Schließlich sollen die Kunden ja ihre Jacken aufhängen können.

Der junge Mann, der gerade dabei war mit einer Feinwaage Marihuana abzuwiegen und in Tütchen zu verpacken, bemerkte die Polizisten nicht, weil Kopfhörer trug und Musik hörte. Er wirkte sichtlich überrascht und leistete keinen Widerstand bei seiner Festnahme.

Sämtliche Utensilien wurden sichergestellt. Dabei entdeckten die Beamten eine Preisliste auf einem der Stühle. Für zehn Euro hab es 0,8 Gramm. Umso mehr abgenommen wurde, desto billiger wurde das Gras. Das Kilogramm gab es dann schon für 5.000 Euro. Ein guter Preis für einen Waldcoffeeshop, würde ich mal behaupten.

Unmittelbar wurde bei der Staatsanwaltschaft ein Durchsuchungsbefehl für die Wohnung des 20-jährigen Paderborners beantragt. In der Wohnung fanden die Ermittler drei weitere große Tüten mit Marihuana. Der Verdächtige machte keinerlei Aussagen zu seinen Geschäften. Aber rausreden kann er sich wohl nicht. Gegen ihn läuft jetzt ein Strafverfahren wegen Verdachts auf illegalen Handel mit Drogen.

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