In Zukunft soll es vielleicht auch in Deutschland „Drug Checking“ geben. Also eine Stelle, wo Drogenkonsumenten ihre Partydrogen untersuchen lassen können. Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig sagte in einem Interview mit der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Damit können Konsumenten erreicht werden, die von der klassischen Suchtberatung nicht angesprochen werden.“

Zusammen mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn habe Ludwig sich deshalb darauf geeinigt, Drug Checking in Verbindung mit intensiver Beratung in diesem Jahr genauer unter die Lupe zu nehmen.

Es soll einen Dialog mit Experten geben, ob ein gängiges Modell auch in Deutschland funktionieren könnte. Im Moment ist dieses Angebot momentan noch verpönt, da man davon ausgeht, dass dies ein Freifahrtschein für Drogenkonsum sei.

Sowohl in Österreich, als auch in der Schweiz gibt es erprobte Projekte. Dazu zählt auch die Institution saferparty.ch, auf deren Drogenwarnungen wir uns bei unseren Meldungen auch oft berufen.

Die CSU-Politikerin Ludwig zeigte sich sehr beeindruckt von diesen Projekten. Sie argumentierte: „Dort steigen sie auf diese Weise in einen intensiven Dialog mit den Konsumenten ein und haben einen sehr genauen Überblick darüber, was aktuell auf dem Markt unterwegs ist, wo die Gefahren durch Beimengungen lauern.“

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