guetta

Das Artist-Bashing geht weiter. Danke Tomorrowland …

Was dürfen wir uns glücklich schätzen, dass es am vergangenen Wochenende wieder ein Tomorrowland-Festival gegeben hat. Sonst hätten wir doch nichts, worüber wir uns aufregen könnten. Denn während des Festivals gab es wieder genügend Gründe, sich über die Niveaulosigkeit innerhalb der ‚Szene‘ zu beklagen und die Auftritte einiger Acts als ‚Kirmes‘ zu titulieren.
Was sind wir doch für doppelgesichtige Opportunisten! Wir haben die Weisheit mit goldenem Besteck gegessen und können es uns erlauben Künstler, die Zehntausende begeistern, als Idioten zu beschimpfen. Wenn David Guetta auf der Main Stage des Tomorrowland-Festivals ein Kinderlied anstimmt und die mehreren Zehntausend Fans zum Mitklatschen animiert, ist dies der Untergang des Abendlandes? Wem es nicht gefallen hat, konnte ja die Vinyl-Only-Stage von Cocoon besuchen. Oder?

Warum müssen wir uns über den Geschmack anderer stellen. Es laufen auch in den Benelux-Staaten nicht nur New Kids herum. Wirklich nicht. Man muss David Guettas Musik und seine Auftritte nicht mögen, man muss sie noch nicht einmal hören. Aber man muss anderen Individuen zugestehen, dass sie diese Art von Tanzmusik gerne hören. Diese Art von Musik als Müll zu bezeichnen, ist nichts anderes als Musik-Rassismus.

Und hier ist der Stein des Anstoßes:

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