Eine Bande Krimineller hat versucht mit Plakatwerbung und Guerilla-Marketing auf ihren Drogen-Shop aufmerksam zu machen. Das Außenwerbungsunternehmen, das die Plakate verklebt hat, wusste scheinbar gar nicht für was die Plakate werben.

In dem illegalen Shop werden unter anderem Kokain, Kreditkarten und Konten bei Tinder angeboten. Um das Ganze noch mehr zu bewerben, wurden Emails an verschiedene Pressestellen geschickt. In den Emails schrieb ein angeblicher, empörter Bürger, dass er die Werbeplakate entdeckt habe und dass man über einen QR-Code auf dem Plakat auf einen illegalen Drogen-Shop gelangen würde. Er habe das Plakat in Berlin gesehen. Es stellte sich aber heraus, dass das in der Email angehängte Beweisfoto in Oberhausen aufgenommen wurde.

Auf dem Plakat war neben dem QR-Code eine Person mit einer Guy-Fawkes-Maske zu sehen, die eine Rose in der Hand hält. Ebenfalls war der Spruch “Jeder trägt eine Maske. Doch wer steckt dahinter?“ auf dem Plakat. Scheinbar führte der Code tatsächlich zu einer .to-Adresse mit dem illegalen Shop. Die gewünschten Artikel sollten mit Digitalwährungen oder Guthaben-Karten bezahlt werden.

Es stellte sich heraus, dass die Email mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit gefaket war und damit die Plakatkampagne noch mehr befeuert werden sollte. Offensichtlich hatte diese nicht gefruchtet, da kaum jemand den QR-Code gescannt hatte. Als der mutmaßliche Hinweisgeber kontaktiert wurde, gab er an dem Internetshop beteiligt zu sein.

Laut den Betreibern hingen die Plakate sogar auch in mehreren anderen Städten. Natürlich wurden sie mittlerweile entfernt. Ob nun wirklich Drogen und andere illegale Sachen auf der Website verkauft wurden bleibt unklar. Vielleicht war es auch einfach nur eine Betrugsmasche. So oder so war das jedenfalls eine gewagte Aktion. Mittlerweile ist die Seite des Drogen-Shops nicht mehr erreichbar.

Quelle: netzpolitik.org

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