Die Street Parade in Zürich ist mit 850.000 Menschen eines der größten elektronischen Musikevents der Welt. Mega-Events wie EDC oder Tomorrowland können dagegen mit etwa 400.000 Besuchern einpacken. Dieses Jahr wurde die Street Parade allerdings neben der zahlreichen positiven Nachrichten von einer negativen Schlagzeile überschattet.

Die diesjährige Ausgabe fand am 10. August statt. Um etwa 20 Uhr ging ein Anruf bei der Polizei ein: Ein oranger Rucksack liege seit langer Zeit am Bad Utoquai. Worst-Case-Szenario für ein Event dieser Größe. Die Polizei rückte daraufhin aus und räumte und sperrte den Bereich. Ein Roboter, der auf Entschärfungen spezialisiert ist, war ebenfalls dabei und sollte den Inhalt des Rucksackes identifizieren.

Was die Beamten allerdings fanden, war alarmierend. In dem Rucksack befanden sich mehrere Kabel, ein Handy, verschiedene Metallteile und Flaschen, die mit einer Flüssigkeit gefüllt waren. Genug Indizien für eine Bombe. In einem Spezialbehälter wurde der Rucksack daher an einen sicheren Ort gebracht.

Wie sich schlussendlich am Montag herausstellte, handelte es sich bei der vermuteten Bombe um einen Fake. In dem Rucksack befanden sich lediglich Attrappen von Rohrbomben, bei denen weder Sprengstoff, noch Zündvorrichtung vorhanden waren.

Bei der Suche nach dem Besitzer des Rucksackes wurden die Beamten fündig. Der Täter soll ein 31-jähriger Deutscher gewesen sein, der seit zwei Jahren in Bremgarten wohnt. Er wurde verhaftet und sitzt nun wegen „Schreckung der Bevölkerung“ in Untersuchungshaft. Tatsächlich hat er die Tat bereits gestanden. Sein Nachbar berichtete im gleichen Zuge in einem Interview mit Regionalsender Tele M1 von einer merkwürdigen Verhaltensänderung. Seit einiger Zeit habe er sich einen Vollbart wachsen lassen, arabische Musik gehört und viel geraucht.

 

 

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Quelle: www.aargauerzeitung.ch, www.nzz.ch