Wir haben einen neue Nummer 1, der Vorjahressieger rutscht auf Platz 3 ab, währende der neue Spitzenreiter nach drei dritten Plätzen hintereinander nun den Thron bestiegen hat. Glückwunsch!

Events 2019
1. SEA YOU
2. Nature One
3. SonneMondSterne
4. Luft & Liebe
5. Fusion
6. Time Warp
7. Parookaville
8. Awakenings
9. Love Family Park
10. Airbeat One

11. Streetparade
12. Docklands
13. SEMF
14. Greenfields
15. Deichbrand
16. World Club Dome
17. Rave on Snow
18. Rock am Ring
19. Ruhr-in-Love

Noch mehr Poll:
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Interview mit den Veranstaltern der SEA YOU „Beach Republic“ 

Die Festivalbranche boomt nicht nur, sie bebt auch. Viele sommerliche Open-Air-Veranstaltungen feiern jedes Jahr ihre Premiere – und mit ihr bereits die letzte Ausgabe. Andere wiederum – solche, die konzeptionell von A bis Z perfekt organisiert sind und dem Besucher einen gewissen einzigartigen Mehrwert bieten – überleben viele Jahre. Wie die Sea You „Beach Republic”. Und die hat es 2019 zum allerersten Mal auf die Poleposition unseres Jahrespolls geschafft. Wir haben den Machern Bela Gurath und Daniel Schmidt am Telefon gratuliert, virtuell mit ihnen bei Schampus & Kaviar angestoßen und mit ihnen ein kleines Pläuschchen gehalten.

Bela und Daniel, Glückwunsch zum Hauptgewinn. Sea You hat es auf Platz 1 in der Kategorie „Festival“ geschafft. Wie fühlt sich das an?

Bela: Das fühlt sich „wow” an!
Daniel: Wir fühlen uns sehr geehrt, bei der Dichte an renommierten Festivals solch eine großartige Auszeichnung zu erhalten.

Nr. 1 ist schon ziemlich cool, gerade in der heute so hart umkämpften Festival-Landschaft. Viele Events kommen, viele Events gehen – Sea You ist gekommen und geblieben. Was ist euer Erfolgsrezept?

Bela: Dass wir selbst unsere größten Kritiker sind.
Daniel: Primär zum Erfolg trägt unsere doch relativ einzigartige Location bei. Ein wunderschöner Badesee, eingebettet in die Natur, mit freiem Blick auf den Schwarzwald. Das Ganze gepaart mit einem internationalen Top-Line-up.

Wenn ihr zurückblickt: Wie hat sich Sea You im Laufe der Zeit verändert in Sachen Line-up, Orga, Bürokratie und Location?

Bela: Bezüglich des Line-ups haben wir uns nicht so sehr verändert. Der Anspruch war schon immer, ein international hochrangiges Programm auf die Beine zu stellen. Da sind wir uns treu geblieben.
Daniel: Die größte Line-up-Veränderung ist, dass wir von ursprünglich drei auf jetzt sieben Floors gewachsen und damit musikalisch noch breiter aufgestellt sind.
Bela: Zu Orga und Bürokratie: Von einst vier Leuten, die sich ein Jahr um die Sea You gekümmert haben, sind wir nun auf neun Leute im Team gewachsen. Das ganze Thema ist vielschichtiger geworden. Das ursprüngliche Festivalbudget hat sich in den letzten sechs Jahren verfünffacht.
Daniel: Die Location ist natürlich nach wie vor die gleiche: der wunderschöne Tunisee in Freiburg. Wir haben hier jedoch Jahr für Jahr neue Bereiche erschlossen und neue Ideen umgesetzt. Wir denken uns immer mehr in die Tiefe, produzieren von Jahr zu Jahr mit noch mehr Liebe zum Detail.

Wie hebt sich Sea You eurer Meinung nach von anderen Festivals ab?

Bela: Wie oben bereits erwähnt: Die Location ist der Star! Bei wie vielen Festivals kann man am Wasser, im Wasser und auf dem Wasser tanzen? Vier von sieben Floors sind bei uns direkt am Wasser. Wir versuchen auch – ganz im Sinne der Gäste – von Jahr zu Jahr einen Mehrwert in das Festival zu packen. Ein gutes Beispiel hierfür ist, dass man seit zwei Jahren kostenlos Wakeboard oder Wasserski fahren kann. Auch verstehen wir uns nicht als reines Musikfestival, sondern möchten unseren Gästen das perfekte Wochenende bescheren! Wir haben eine Story zu erzählen. Die Story ist die „Beach Republic“, der größte Beach-Club in Deutschland – und das versuchen wir Jahr für Jahr mehr herauszuarbeiten.
Daniel: Wir haben uns ja irgendwann auch das Motto „Wir holen für zwei Tage und drei Nächte ein Stück Ibiza an den Tunisee nach Freiburg“ auf die Fahne geschrieben. Beim Booking schauen wir also auch immer ein wenig darauf, dass wir ein paar der bekanntesten und angesagtesten Acts der „weißen Insel” zu uns holen. Zu Gast waren in diesem Zusammenhang schon u. a. Solomun, Carl Cox, Sven Väth, Marco Carola, Richie Hawtin, Jamie Jones, Tale Of Us, Luciano, Maceo Plex und Loco Dice. Aber auch Namen wie Black Coffee, Guy Gerber, Hot Since 82, Art Department, Kölsch und viele weitere. Das unterscheidet uns auch von anderen Festivals hier in Deutschland.

 

Sea You zeichnet sich auch durch diverse alljährliche Neuerungen aus. Wie wichtig ist es, den Leuten immer wieder etwas Neues zu bieten?

Bela: Das ist essenziell für uns! Wir wollen den Leuten – insbesondere unseren Stammgästen, die uns jedes Jahr besuchen – signifikante Neuerungen im Vergleich zum Vorjahr bieten. Es gibt nichts Besseres, als seine Gäste jedes Jahr aufs Neue zu überraschen!
Daniel: Auch beim Booking achte ich darauf, dass immer mal wieder neue Künstler, aufstrebende Artists und selten bis nie in der Region anzutreffende Mainacts dabei sind. Natürlich haben wir auch viele Acts, die regelmäßig mit an Bord sind, doch es muss auch immer eine Überraschung und etwas Neues geben.

Sea You „Beach Republic“ – neue Namen im Line-up