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Wie oft hören wir hinter vorgehaltener Hand oder im Backstage-Bereich großer Festivals Hass-Tiraden von Künstler A in Richtung Künstler B. Wenn wir dann fragen, ob wir das Ganze als Grundlage für einen Artikel nehmen sollen / dürfen, heißt es dann oft: Nein, ich bin doch kein Nestbeschmutzer. Fair oder feige?
Das, was Ten Walls vor einiger Zeit via Facebook verbreitet hat, ist zwar in Richtung Homophobie (wir berichteten hier) vielleicht ein Einzelfall (hoffentlich), aber in Bezug auf Diss-Freudigkeit Normalität. Manchmal betrifft es die Hospitality Rider anderer Künstler und manchmal das Set-Up. Ein Klassiker hierbei ist ‚Armin van Boring‘ – von einer deutschen Techno-Lichtgestalt so genannt.
Heute hat sich ein Künstler, der bekannt dafür ist, sich offen zu äußern, auf Facebook Folgendes veröffentlicht:
„Ich denke ich spiele ab jetzt nur noch LIVE!!
Irgendwie erfüllt es mich nicht mehr, Tracks von anderen Artists zu spielen, die sich sowieso NULL für einen interessieren. Da pushed man die Tracks in zahlreichen Sets, chartet sie teilweise als EINZIGER und bekommt keinen Respekt zurück. Absagen, man wäre im falschen Team, man habe früher mal härter gespielt usw.
Ganz ehrlich? So verbittert es nun wirkt: Macht euren Scheiss halt alleine! Ich bin raus und lösche sämtliche Tracks dieser Typen vom Laptop. Echt keinen Bock mehr auf die Politik!“

Im persönlichen Gespräch erläuterte uns der DJ, dass diese Aussagen von mehreren Künstlern in seine Rechnung getroffen wurden und dass er sogar von einem Label, auf dem er einen Remix veröffentlichte, eine Nachricht erhielt, dass sie Künstler XY ‚angezickt‘ hätte, wie das Label denn Sachen von ihm veröffentlichen könnte.

Was ist los in der elektronischen Musikszene? Sind einige wenige, die denken, ‚cool‘ zu sein, die Meinungsführer und maßen sich an, darüber zu urteilen, wer auf welchem Label veröffentlichen darf?

Geht’s noch? Das würde Roman Flügel jetzt sagen…

Habt ihr dazu eine Meinung oder konsumiert ihr nur?
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