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Deutsche Apotheken mussten in der Vergangenheit beim Verkauf von medizinischem Cannabis auf Importgüter zurückgreifen. Doch nun können die Apotheker das Marihuana über eine vom Bund in Auftrag gegebene Cannabisagentur direkt aus Deutschland kaufen.

Aktuell gibt es drei Unternehmen in Deutschland, die die Pflanzen im Auftrag der Cannabisagentur anbauen. Die Agentur ist in Bonn beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte angesiedelt. Wo das Marihuana angebaut wird, bleibt aber streng geheim. Nicht, dass jemand auf dumme Ideen kommt.

Bisher war es strengstens verboten, in Deutschland Cannabis anzubauen. In einem längerem Prozess wurde daher eine entsprechende Agentur aufgebaut und nun Cannabis angebaut. Bestimmt zahlt sich die deutsche Genauigkeit und Pünktlichkeit aus, da beim Anbau von Cannabis genau diese Faktoren von höchster Wichtigkeit ist. Vor allem auch bei medizinischem Cannabis, weil dieses unter strengen Vorgaben produziert werden muss.

Das Gras wird aktuell zu einem Preis von 4,30 EUR pro Gramm an deutsche Apotheken verkauft. Einen Überschuss gibt es dabei nicht. Eher im Gegenteil, aber man will zur Versorgung der Patienten und Patientinnen beitragen. Insgesamt soll in den nächsten vier Jahren 10,4 Tonnen medizinisches Cannabis hergestellt werden. Das heißt: pro Jahr 2,6 Tonnen. Klingt erst mal recht viel, deckt aber nicht annähernd den Bedarf.

Bereits seit 2017 wurde das „Cannabis als Medizin“-Gesetz in Deutschland eingeführt. Seitdem können deutsche Ärztinnen und Ärzte medizinische Cannabisblüten und/oder -extrakt mit einem Rezept verschreiben. Gründe für solch ein Rezept sind z.B. die Schmerzlinderung bei Schwerkranken. Die Ausgabe erfolgt ausschließlich durch Apotheken.

Die Kosten für die Therapien übernimmt in den meisten Fällen die Krankenkasse. Der Markt in Deutschland ist noch sehr klein, was auf die vielen Beschränkungen zurückzuführen ist. Es gibt aber viele Start-ups, wie etwa in Kanada oder den USA, die den internationalen Markt bedienen.

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