Symbolbild von Niek Verlaan auf Pixabay


Der 100 Club in London wird ab Januar ein neues Belüftungssystem testen, das wegweisend sein könnte, um Clubs COVID-sicher(er) zu machen.

Bis zu 99,9 Prozent aller sich in der Luft befindlichen Krankheitserreger sollen so eliminiert werden können. Das Belüftungssystem trägt den Namen “Pathogen Reduction System” (PRS) und ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Ingenieuren, Wissenschaftlern und Medizinern. Eine ähnliche Technologie kam zuvor bereits in Wasseraufbereitungsanlagen zum Einsatz. Die Raumluft wird dabei mit einem hochintensiven UVC-Licht gereinigt, das sämtlichen Erregern wie COVID-19, MRSA, Masern, TB und dem gewöhnlichen Grippevirus den Gar ausmacht.

Unterstützt wird das Vorhaben unter anderem vom Music Venue Trust, das sich die Verbesserung, Pflege und Organisation von Musikevents in Großbritannien zur Aufgabe gemacht hat. Um die Veranstaltungskultur schnellstmöglich wieder zu beleben, müsse zunächst ein “Test, Clean, Prevent [TCP]-Modell” entwickelt werden, so Music-Venue-Trust-CEO Mark Davyd in einer Pressemitteilung.

Er fügte hinzu: “In Großbritannien ist das Risikomanagement derzeit auf ‘Hands, Face, Space’ [HFS] aufgebaut, die zusammenwirken, um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern. Das ist zwar effektiv, aber in einer Live-Musikumgebung unmöglich durchzusetzen und bei einer auf durchschnittlich 24 % des Normalwerts reduzierten Kapazität auch finanziell unpraktisch. Wir brauchen ein Modell wie ‘Test, Clean, Prevent’ [TCP], das verhindert, dass der Virus in unsere Veranstaltungen eindringt, ihn unschädlich macht, wenn er sich hineindrängt, und verhindert, dass er jemandem Schaden zufügt, wenn er es durch diese beiden Schichten schafft.”

Wir wünschen dem Vorhaben den bestmöglichen Erfolg!

Das könnte dich auch interessieren:
12 perfekte Weihnachtsgeschenke für Raver
Doku “Korruption tötet” – Wie eine Club-Katastrophe einen landesweiten Skandal auslöste
Brasiliens Kultclub D-Edge feiert 20. Geburtstag – mit großer Compilation
Konkurs: Die Schweiz verliert einen ihrer ältesten Clubs

Quelle: DJMag