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Die Substanz GBL, die zu GBH wird und eigentlich als Vergewaltigungsdroge gilt, wird mittlerweile auch häufig als normale Partydroge verwendet, da sie legal erwerbbar ist. Allerdings haben GHB oder auch GBL einen gewissen Risikofaktor. Bei einem Mischkonsum mit beispielsweise Alkohol oder einer Überdosis kann der Konsument nicht nur an großen Gedächtnislücken leiden, sondern auch bewusstlos werden und in ein Koma fallen.

Ein extremer Fall dieser Art ereignete sich am 10. März in Paris, bei dem ein junger Mann an den Folgen einer unabsichtlichen Überdosis gestorben war. Er und ein Freund tranken bei einer Party am im „Petit Bain“ aus einer gefundenen Wasserflasche und mussten bewusstlos ins naheliegende Krankenhaus gebracht werden. Einer der beiden verstarb nach zwei Wochen, am 25. März, an den Folgen. Der Besitzer der Flasche wurde über seine DNA ausfindig gemacht und wegen Totschlags angeklagt. Der Club warnte nun vor der Droge und möchte gemeinsam mit anderen Veranstaltern dagegen antreten.

Doch nicht nur dieser tragische Fall sorgte für Aufsehen. Die Zahl der GBL-Überdosen nimmt zu und immer mehr Vorfälle auch in anderen Locations werden gemeldet. Der Leiter der Pariser Polizei, Michel Delpuech, sprach im Interview mit Le Parisien von zehn Menschen in den vergangenen drei Monaten, die aufgrund des Konsums von GBL ins Koma fielen. Eine erschreckende Zahl, die sich 2017 noch auf das gesamte Jahr verteilte. Sollte der Trend so weiter gehen, könne die Zahl bis Ende des Jahres auf 100 Fälle wachsen.

Um dies zu vermeiden arbeitet die französische Polizei nun mit Fachleuten zusammen um einen Plan für eine Aufklärung zu entwickeln. Auch die Clubgemeinschaft soll mit einbezogen werden und zukünftig vor der Droge warnen.

 

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