K.O.-Tropfen aus der Spritze greifen um sich – Frauen boykottieren Clubs und Bars


In Großbritannien passiert es immer öfter, das Frauen Opfer von Angriffen durch  K.O.-Tropfen in Nachtclubs werden. Allein im September und Oktober registrierte die britische Polizei mehr als 200 solcher Fälle, in 24 davon handelt es sich um das sogenannte „Spiking„, also die Verabreichung der „Vergewaltigungsdroge“ durch Spritzen.

Angesichts der starken Zunahme dieser Vorfälle boykottieren Frauen in England nun Clubs und Bars. Im Rahmen der Kampagne „Girls Night In“ wollen sie damit das Bewusstsein für das stark wachsende Problem erhöhen und die Clubs unter Druck setzten. Außerdem wurde eine Petition ins Leben gerufen, die eine gesetzliche Pflicht zur Durchsuchung vor Nachtclubs fordert. Es wurden bereits 140 000 Unterschriften gesammelt, ab 100 000 muss sich das britische Parlament mit dem Antrag befassen.

In Manchester steht seit Mittwoch ein 29-Jähriger vor Gericht, der im September eine junge Frau mit Tropfen bewusstlos gemacht und anschließend vergewaltigt haben soll.

Das Problem besteht nicht nur in Großbritannien. Auch in Deutschland häufen sich die Vorfälle im Zusammenhang mit K.O.-Tropfen. So ist vor drei Wochen in einer bayrischen Diskothek in Cham eine 20-Jährige bewusstlos geworden, mit dem starken Verdacht auf einen Zusammenhang mit den Tropfen. Auch in Weiden in der Pfalz berichtete die Polizei von einer jungen Frau, die Anzeige erstattet hatte, da sie K.O.-Tropfen in ihrem Drink vermutete.

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Quelle: Tagesschau