Moses hat gesprochen #60, FAZEmag 01.2020
Fin. Ende. Das war’s. Danke. Tschau.

Sechs Jahre, 60 Kolumnen, drei Shitstorms, an die ich mich erinnere – sorry Ricardo – und diverse Male Kopfschmerzen in der Redaktionsleitung. Diese Kolumne ist meine letzte Kolumne und das ist auch gut so.

Das Leben verändert sich und geht manchmal absurde Wege. Als ich die “letzte Seite” von Tom Novy übernahm, bin ich vor Ehrfurcht fast versunken und habe die erste – zugegebenermaßen wirklich schlechte – Kolumne bestimmt sechs Mal neu geschrieben, bevor ich sie abgab. Ich war noch aktiver DJ und mittendrin statt nur dabei.

Heute, sechs Jahre später, bereise ich die Welt, gehe für mein Leben gerne Kitesurfen und bin schwanger. Also natürlich nicht ich, aber sie. Und sie war mal ein Groupie. Kein Witz. Sie ist ein wenig älter als Bobberles Freundin, aber diesen Altersunterschied hat sonst auch nur der Wendler hinbekommen. Vielleicht bekomme ich ja doch noch mal einen Shitstorm auf meine letzten Meter.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei euch für eure Treue bedanken, die ihr mir über die vielen Jahre gehalten habt, für jeden einzelnen Drink, den wir uns gemeinsam gekippt haben oder für jede Na… – ach, lassen wir das. Es war super und ich weiß auch nur noch die Hälfte davon – was es nur noch grandioser macht.

Das neue Jahr bietet – so Gott will – eine Tochter, ein paar wilde Reisen und Abenteuer und natürlich auch immer noch die ein oder andere Festivität, auf der ich doch durchaus sehr gerne den einen oder anderen gesunden Hopfensmoothie verzehren möchte.

Gehabt euch wohl!

Euer Moses

 

Mehr Moses:
Gästelistenbettler
Lösch das FYRE!
Zweitausendachtzehn
Losing my mind

Repeat

Religion und ihre Tücken
Männersache
Deutschland, deine Trance-Musik
Politik in der Szene

Generation Techno
2017 – Ein Abgesang auf ein Jahr

Lost im Hain

Niveauterrorismus

Ein Leben ohne Facebook …

Filme aus der Hölle 
How to: Berlin

Working kills your DJ skills

Donald Duck Trump
Populismus

Veranstalter-Feedback aus der Hölle

Ach, Jan Leyk …
50 Ausgaben Techno, Titten und Dosenbier!
Die Arroganz des Undergrounds