Symbolbild


Ein Polizist aus Myanmar hat 64 Kilogramm sichergestelltes Crystal Meth gegen Salz ausgetauscht und anschließend geflüchtet. Doch der Trick wurde durchschaut und man kam ihm schnell auf die Schliche.

Der Tausch fiel bei einer Inventur in der Polizeiwache im Bundesstaat Shan auf. Insgesamt waren 64 von 103 Drogenpaketen ausgetauscht worden, sagte der stellvertretende Polizeichef des Bezirks Kengtung, Myint Swe.

Einige Tage später wurde der verdächtigte Polizist festgenommen, der bereits mehrere Fahrtstunden von Kengtung entfernt war. Er wurde unmittelbar nach Kengtung zurückgefolgen, um ihn zu verhören. Es stellte sich heraus, dass er die Drogen durch Alaunsalz und anderen Stoffen ersetzt, die dem Crystal Meth ähnlich sehen.

Eigentlich ein kluger Schachzug, denn normalerweise werden konfiszierte Drogen relativ schnell vernichtet. Somit wären alle Beweise aus dem Weg geräumt. Die 64 Kilogramm Crystal Meth hätten in Myanmar für umgerechnet rund 750.000 Euro verkauft werden können.

Myanmar scheint mittlerweile ein Hotspot für die Meth-Produktion zu sein. Experten gehen davon aus, dass weltweit das meiste Methamphetamin aus Myanmar stamme. Im Dschungel von Shan werden gigantische Mengen an Crystal Meth und Methamphetamin-Pillen, sogenanntes Yaba oder Shabu hergestellt. Danach wird es über Bangladesch, Laos und Vietnam geschmuggelt. Von da aus gelangt es dann nach Japan, Südkorea und sogar bis Australien.

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