Symbolbild


In Griechenland kursiert eine neue Droge, die sich mittlerweile stark etabliert hat. Es handelt sich dabei um Sisa. Die Droge ist sehr gefährlich, eine Art Crystal Meth von schlechter Qualität und Drogen-Therapeuten warnen vor dem Konsum. Es wird meist in einer selbstgemachten Glaspfeife geraucht, weshalb die Droge den arabischen Namen „Sisa“ trägt.

Durch die unprofessionelle Art der Herstellung hat die Substanz seine miserable Qualität. Oft wird es im Freien zusammengemischt, weil das Risiko einer Explosion so groß ist. Zur Herstellung werden Zutaten benötigt, die sich in Medikamenten finden lassen: Ephedrin und Pseudoephedrin. Lithium, das zum Beispiel in Autobatterien enthalten ist, sorgt für die nötige Reaktion. Es werden aber auch Stoffe wie Chlor verwendet, die dann in den Kristallen bleiben und einfach mitgeraucht werden.

Zu Beginn wirke die Droge extrem stimulierend und sei viel stärker als Kokain, gefolgt von einer Lustlosigkeit und einem enormen Stimmungstief. Nach wenigen Wochen können die Konsumenten einen Herzinfarkt oder einen Hirnschlag erleiden. Dies erfolgt durch den Sauerstoffmangel in den Arterien. Die inneren Organe verfaulen und es sammelt sich Eiter im Körper. Die Süchtigen bekommen große Pickel und kratzen sich. Dadurch gelangen Bakterien in den Körper, was in vielen Fällen zu einer Blutvergiftung führt. Kurz gesagt, das Zeug hinterlässt seine Spuren. Man kann sich ein Gehirn vorstellen, dass Löcher hat wie ein Schweizer Käse.

Seit 2012 ist die Billigdroge auf dem Vormarsch. Zeitgleich mit der Wirtschafts- und Finanzkrise. Das ist offensichtlich kein Zufall. Bisher gibt es keine Hilfsprogramme für Sisa-Süchtige. Selbst Amphetamine und Methamphetamine waren in Hellas vor Erscheinung von Sisa weitestgehend unbekannt. Hoffentlich kommt dieser Trend nicht nach Deutschland. Falls doch lasst lieber die Finger von dem Zeug.

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