Drogen_allerlei


 

Regelmäßig gibt es Berichte über erschreckende Zahlen im Zusammenhang mit Drogen. Im australischen Bundesstaat New South Wales kam nun ans Licht, dass Jahrzehnte lang die Statistiken der Delikte mit illegalen Substanzen manipuliert und somit falsche Tatsachen veröffentlicht wurden.

Seit sieben Jahren hat das New South Wales Bureau of Crime Statistics and Research (BOCSAR) der Polizei gefälschte Zahlen im Zusammenhang mit Ecstasy- und Kokainbesitz übergeben. Es handelt sich dabei tatsächlich um eine Veränderung um ca. 30 Prozent, was bedeutet, dass vergangenes Jahr rund 13.350 registrierte Delikte gar nicht stattgefunden haben. Zu diesem Fehler kam es laut dem Vorsitzendem des BOCSAR, weil die Daten nach Polizei-Ermittlungen von Polizei und BOCSAR-Mitarbeitern oft aus Versehen doppelt hinzugefügt wurden. Ein einfacher Kommunikationsfehler also, weil keine Absprache stattgefunden hat, wer die Delikte vermerkt.

Die falschen Statistiken sorgten nun für Aufsehen, weil diese extreme Überschätzung im Zusammenhang mit Drogendelikten immer das Bild einer Drogenkrise hervorrief, die gar nicht der Realität entsprach. Demnach könnten sogar polizeiliche Maßnahmen, wie verstärkte Kontrollen auf Events und Polizeieinsätze vor allem mit Spürhunden, auf falschen Tatsachen beruhen. Der Präsident der australischen Drug Law Reform Foundation beteuerte nun allerdings, dass die Drogenpolitik trotz manipulierter Statistiken wie vorher weitergeführt wird.

 

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