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Techno – Drogen – Blutbad – Coesfeld


In einer Wohngemeinschaft auf einem Bauernhof in der Nähe von Coesfeld wurde oft und laut gefeiert. Ausgestattet mit einer ordentlichen Anlage und viel Nachschub an Drogen und Alkohol trieben die Party-Leute den 41-Jahre alten Angeklagten in den Wahnsinn. Nach tagelangem Feiern und Konsum von Drogen rastete dieser aus und erschlug seinen 38-jährigen Mitbewohner mit einer Axt.

Drei Jahre lang konnte diese brutale Tat vertuscht werden. Jetzt muss er sich vor dem Schwurgericht in Münster wegen Totschlages verantworten.
Mit dem Opfer hatte der Täter schon im Vorfeld Differenzen. Es war nicht nur die ständige Musik, über die er sich ärgerte. Er war ebenfalls darüber erbost, dass der Mitbewohner des Öfteren den Kühlschrank leerte und sogar seine Zahnbürste benutzte.
Eines Abends, als er wieder ein Mal nicht zur Ruhe kommen konnte wegen der lauten Techno-Musik, sah er rot und wollte seinen Mitbewohner mit einer Axt drohen. Aus der Drohung wurde jedoch ein kaltblütiges Blutbad.

Die Tat passierte im Juni 2013. Der 41-Jährige stand sofort unter Verdacht, doch an Mangel an Beweisen konnte ihm keiner die Tat nachweisen. Lange Zeit ging das gut, aber seine Frau konnte mit dem blutigen Geheimnis nicht mehr leben. Sie offenbarte die Tat Freunden, kurze Zeit später war auch die Polizei informiert. Jetzt sagt der Angeklagte vor Gericht: “Mir sind die Sicherungen durchgebrannt. Es war schrecklich, überall war Blut.”

Der Angeklagte schlug so oft auf seinen Mitbewohner ein, bis dieser kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Vor Gericht berichtete er weiter, dass er dann die Leiche noch in der selben Nacht in eine Plane wickelte und in das nahe liegende Waldstück zerrte. Die Blutlache habe er mit Regenwasser von der Straße abgewaschen. Am nächsten Tag kaufte er Mehlwürmer um den Verwesungsprozess zu beschleunigen.
Die Leiche wurde einige Wochen später von einem Fahrradfahrer gefunden.
Zwischen Tat und Geständnis feierte der Täter mit seiner Frau Hochzeit und lebte recht glücklich in der jetzt so ruhigen Gegend.

Laut Anklage wurde außer mit einer Axt auch mehrmals mit einem Messer auf das Opfer eingestochen. Beide Tatwaffen wurden nie gefunden. Bei seinem Geständnis sagte der 41-Jährige, dass er die Axt auf einem Recyclinghof entsorgt und das Messer in einen Weiher geworfen habe.
Wie das Strafurteil lautet ist noch unklar.

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