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Vor sechs Jahren fand die letzte Loveparade statt


An diesem Sonntag nähert sich der sechste Jahrestag der Loveparade-Katastrophe, dem bisher schlimmsten Ereignis in der Geschichte der elektronischen Musik. Das Unglück bei der Loveparade 2010 ereignete sich am 24. Juli in Duisburg während der 19. Loveparade. Veranstalter war damals die vom McFit-Gründer Rainer Schaller geführte Lopavent GmbH. Nachdem McFit sich die Rechte von Planetcom gesichert hatte, und im ersten Jahr die Parade noch in Berlin durchgeführt hatte, ging die Loveparade unter dem Motto ‚Love Is Everywhere‘ auf Reisen. Nach Essen und Dortmund und der Absage in Bochum war 2010 Duisburg an der Reihe. Damals fand das zu der Zeit größte Event für elektronische Musik auf dem Gelände des ehemaligen Hauptgüter- und Rangierbahnhofs der Stadt im Ruhrgebiet statt. Um zu dem eigentlichen Veranstaltungsgelände zu gelangen, mussten die Besucher etwa einen Kilometer laufen. Im Verlauf der Strecke befand sich ein etwa 400 Meter langer Tunnel an dessen beiden Enden der Veranstalter Einlassschleusen errichtet hatte. Dort ereignete sich das eigentliche Unglück. Im Zugangsbereich der Veranstaltung kam es aufgrund fehlgeleiteter Besucherströme und Planungsfehlern zu einem Gedränge unter den Besuchern, in dessen Folge 21 Besucher starben und 541 weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Im Anschluss an das Unglück beendete der damalige Organisator die Veranstaltungsreihe. Die Opfer der Katastrophe leiden teilweise bis heute unter den Spätfolgen. Teilweise sei es sogar zu Selbstmorden gekommen. Trotz der vielen Opfer ist es der Staatsanwaltschaft bis heute nicht gelungen, dass Unglück juristisch aufzuarbeiten. Erst im April ging die letzte Verhandlungsrunde ergebnislos zu Ende. Um der Opfer von damals jedoch angemessen zu gedenken wurden heute in Duisburg 21 Keramiktafeln am Unglücksort hinterlegt. Jede Tafel steht dabei für einen der Toten.

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