Dennis Ferrer pic by Objektivity Facebook


Aktuell kursieren viele Künstler-Statements im Netz, die den jeweiligen Regierungen vorwerfen, sich nicht ausreichend für die Kunst- und Musikszene einzusetzen. Man benötige dringend Hilfe und fühle sich im Stich gelassen, lautet meist der gemeinsame Konsens. Der US-amerikanische DJ und Produzent Dennis Ferrer hat sich nun ebenfalls zur aktuellen Situation der Musikindustrie zu Wort gemeldet und dabei selbstkritische Saiten aufgezogen, wie wir es von Künstlern nur selten gewohnt sind.

In einem Instagram-Post stellt er die Frage: “Warum erhält unsere Industrie keine Hilfe?” 

Und die Antwort liefert Ferrer gleich mit: Man werde nicht mehr genügend wertgeschätzt. Dies sei allerdings “unser eigener Fehler”, denn die Musikszene habe sich zu einem grauen Mittelmaß entwickelt. Künstler geben ihre musikalische Leidenschaft auf, um Influencer zu werden, beklagt der 50-jährige. Quantität statt Qualität stehe mittlerweile im Fokus. “Die Öffentlichkeit ist gelangweilt von unserer mittelmäßigen Musik. Es gibt so viele Releases, die einen nur noch den Kopf schütteln lassen und die man nach dem ersten Hören sofort wieder vergisst. Mittelmäßige Musik. Mittelmäßiges Mixen und Mastern. Mittelmäßiges Songwriting“, beklagt Ferrer.

Je niedriger die Qualität, desto weniger Besucherzahlen in den Clubs. Je weniger Besucherzahlen, desto weniger Gelder für Künstler und Clubs, fasst er zusammen.

“Unsere Tätigkeit wird nicht länger als etwas Besonderes und Essenzielles angesehen”, mahnt er und fragt: “Wenn es fast nichts kostet, ein Kunstwerk zu erwerben, ist die Kunst selbst dann auch nichts wert? Also, warum sollte uns die Regierung helfen?”

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

I need to hear your thoughts on this, but please be respectful with your comments below👇🏽👇🏽👇🏽

Ein Beitrag geteilt von Dennis Ferrer (@dennisferrerofficial) am

p>

 

Das könnte dich auch interessieren:
Solomun: Emotionales Statement zu Covid-19, Streams & Co.
“Musikindustrie wird wie Scheiße behandelt” – Calvin Harris wütet gegen Regierung
Bundesregierung legt nach: 27 Millionen Fördergelder für Clubs!