Dass es im Musikgeschäft häufig dreckig zugeht, ist allseits bekannt. Das beste Beispiel hierfür liefern uns nun der US-amerikanische DJ und Produzent Mark Kinchen (besser bekannt als MK) und sein Management – MDM Artists.

Wie das Magazin „Variety“ berichtet, verklagt Kinchen MDM-Artists-Besitzer Mark Davenport und Marci Weber auf eine Summe von 3,5 Millionen Dollar. Der Grund: Man habe ihn auf skrupellose Art und Weise zu einer Vertragsunterzeichnung gebracht und maßgeblich getäuscht.

In der Klage heißt es demnach, dass Mark Davenport seinen Klienten bei einem Überraschungstreffen auf einem Flughafen zu einer Unterschrift gedrängt hatte, nachdem Kinchen am Vortag eine lange und durchzechte Nacht erlebte.

Der Anwalt von MK ließ verlauten: „Selbst wenn in der Branche manchmal raue Standards herrschen, war das Verhalten von MDM schlichtweg unangebracht und verletzend gegenüber der Industrienormen.“

Durch den Vertrag schloss sich Kinchen (scheinbar unwissend) für zehn weitere Jahre dem Management Davenports an. Unter anderem mit Verweis auf einen Verstoß gegen die „Siebenjahresregel“ Kaliforniens, die derartige Dienstleistungsverträge zeitlich einschränkt, gehen Kinchen und sein Anwalt nun dagegen vor.

Die Klage liest sich: „Die Beklagten haben MK in betrügerischer Weise getäuscht, indem sie einen völlig einseitigen, skrupellosen Managementvertrag unterschrieben, in den die Beklagten eine Reihe „automatischer“, unwiderruflicher Optionen einfügten.“

MK und sein Anwaltsteam fordern nun 1,5 Millionen Dollar Provision und 2 Millionen Dollar Schadensersatz.

Wir bleiben gespannt, wie sich die Sache entwickelt.

 

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Quelle: Variety