Die britische Regierung zieht sich immer mehr den Unmut der (elektronischen) Musikindustrie zu. Zu spüren bekommt sie dies auch durch Statements diverser Künstler wie Fatboy Slim oder Calvin Harris, die in den sozialen Medien gegen die mangelnde Unterstützung seitens der Politik wettern.

Mit Carl Cox hat sich nun ein weiterer Prominenter zu Wort gemeldet. Und auch der “Three Deck Wizard” findet wahrlich keine warmen Worte für die Regierung. Zur Sprache brachte er seine Bedenken während eines Q&As auf der Brighton Music Conference. Initialzündung seiner Kritik war demnach scheinbar die Aussage der britischen Gesundheitsministerin Helen Whately, in der es hieß, dass es schlichtweg “keinen Sinn” mache, die Musik- und Nightlife-Szene zu unterstützen.

Carl Cox Meinung dazu: “Die Regierung liegt zu 100 Prozent falsch. […] Die Polizei und die Politik haben uns in eine fatale Situation gebracht, aber sie müssen Festivals und Clubs wenigstens die Möglichkeit geben, den Menschen das zu bieten, was sie begehren – und zwar auf vernünftige Art und Weise. […] Seit über 40 Jahren bin ich nun in diesem Geschäft – mein Herz, meine Seele und mein Geist leben in mir weiter, um meine Leidenschaft auf einer höheren Ebene ausleben zu können. […] Wir müssen uns Gehör verschaffen, um lebensfähig zu bleiben. Im Grunde genommen sagt die Regierung, dass wir gar nicht existieren. Seit über 30 Jahren sind wir in dieser Szene tätig – Glaubt ihr etwa, das sie sich einfach von jetzt auf gleich in Luft auflöst?”

 

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Quelle: Weraveyou