Rone live in Los Angeles; Foto by Golderaek


Es ist nicht seine erste Filmmusik – Der französische Komponist und Musiker Rone hat gerade erst für seinen allerersten Soundtrack „Night Ride/La Nuit Venue“ den Cesar Award für die beste Filmmusik
erhalten, die höchste Auszeichnung, die ein Komponist im französischen Film erhalten kann. Nun widmet Rone alias Erwan Castex erneut der Filmmusik, diesmal arbeitet er zusammen mit Jaques Audiard für dessen Film „Les Olympiades“, auf deutsch „Wo in Paris die Sonne aufgeht.“

Der Film handelt von vier Jugendlichen, die sich grundlegende Fragen über ihre Sexualität, Ängste und ihre Existenz stellen. Das schwarz-weiß gehaltene Werk wird perfekt untermalt von Castex` elektrisierender und emotionaler Musik, die sich in einer Schnittstelle von Ambient, moderner Synthesizer-Produktion und organisch orchestraler Musikexperimente äußert. Die sechszehn Tracks komponierte Rone in seinem brandneuen Isola Studio in Cancale, wo er sich selbst eingeschlossen hatte, und auf einer Leinwand Loops des Films projizierte. Er begann nach und nach, sein Equipment darauf zuzuschneiden. „Ich hatte Miles Davis im Kopf und die Art und Weise, wie er „Ascenseur pour l’échafaud“ komponierte, indem er mit seiner Band improvisierte, während er Ausschnitte aus dem Film sah“, erzählt Castex.

Der Regisseur des Films, Jaques Audiard, gehört zu den angesehensten französischen Regisseuren und gilt international als einer der besten Independent-Filmemacher. Rone sagt über Audiard: „Als er mich bat, die Musik für „Wo in Paris die Sonne aufgeht“ zu machen, habe ich sofort zugesagt, ohne irgendwelche Bilder zu sehen oder das Drehbuch zu lesen. Er ist einfach einer unserer größten zeitgenössischen Filmemacher.“ Der Film „Les Olympiades“ und dessen Soundtrack wurde ausgezeichnet mit dem Journalistenpreis für die beste Filmmusik bei den Filmfestspielen in Cannes.

Sieh dir hier den Trailer des Films an:

„Wo in Paris die Sonne aufgeht“ kommt am 27. Januar in die deutschen Kinos. Der Soundtrack des Films von Rone erscheint am 3. November digital und ist ab Januar 2022 auch als CD und Vinyl erhältlich.

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Fotocredits: Golderaeck