Quelle: Ultima Hora

Quelle: Ultima Hora

Vergangenen Sonntag konnte dem organisierten, internationalen Rauschgifthandel ein schwerer Schlag versetzt werden. Der spanische Zoll sah, wie aus einem aus Kolumbien kommenden Frachtschiff Beutel mit Kokain ins Meer geworfen wurden. Das Koks war aber wohl nicht für die Balearen bestimmt.

Scheinbar planten die Dealer rund 300 Kilogramm Kokain auf einer Motoryacht nach Katalonien zu bringen, wie die Zeitung „Ultima Hora“ berichtete. Jedoch wurde dies vereitelt, als die Drogen aus dem Meer geholt und auf die Yacht verladen worden waren. Auf frischer Tat erwischt sozusagen.

Das Kokain sollte vermutlich in die Niederlande gebracht und von dort aus weiterverkauft werden. Fünf verdächtige Niederländer, die auf Mallorca leben, wurden festgenommen. Sie verweigerten jedoch die Aussage. Die Beamten hoffen in den nächsten Tagen noch mehr Personen zu verhaften.

Die 24 Meter lange Luxusyacht wurde mitsamt der Ladung, die nach Katalonien gebracht werden sollte, nach Palma gefahren. Es handelt sich keinesfalls um kleine Fische. Allein das Schiff ist 1,5 Millionen Euro wert und Liegeplatz und Wartung kosten 200.000 Euro im Jahr. Das sichergestellte Kokain soll einen Marktwert im zweistelligen Millionenbereich haben. Mittlerweile wurden auch fünf Kilo Gold, 150.000 Euro Bargeld, teure Autos und Motorräder im Zuge der Ermittlungen in Alicante, Girona und den Niederlanden sichergestellt worden sein.

Es war wohl nicht die erste Fahrt der Bande. Die Drogen wurden von Kolumbien über die Balearen aus auf das spanische Festland und von dort in die Niederlande gebracht. Scheinbar machten die Dealer einen erleichterten Eindruck bei ihrer Festnahme. Sie hatten wohl zuvor die Hälfte der Ladung auf hoher See verloren und hatten somit mehr Angst vor den kolumbianischen Drogenkartellen, als vor der Polizei und der anschließenden Verhaftung.

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