Während in vielen europäischen Städten und Ländern noch ein strikter Corona-Lockdown herrscht, werden die Zügel in der spanischen Hauptstadt Madrid derweil wieder lockerer gehalten: Restaurants, Kneipen sowie allerlei Kultur- und Freizeiteinrichtungen haben geöffnet, trotz äußerst hoher Fallzahlen. Und das lockt Touristen an.

Eine “Party-Oase” sei Madrid geworden, schreibt etwa die populäre  spanische Zeitung “El País”. Für die auf Tourismus angewiesene Millionenstadt ist das in erster Linie ein echter finanzieller Segen, besonders für die vor dem Knockout stehende Gastronomie-Branche. Möglich ist das vor allem dank der legeren Corona-Politik der Regionalpräsidentin Isabel Diaz Ayuso, die trotz 120 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern (binnen sieben Tagen) die Maßnahmen zurückschrauben lässt.

Auffällig ist, dass sich unter den Corona-Touristen vor allem Franzosen befinden. Laut der Statistikbehörde INE reisten im Januar rund 117.000 Franzosen nach Madrid und “nur” etwa 51.000 Deutsche. Das liegt in erster Linie daran, dass die Franzosen auf besonders harte Corona-Maßnahmen in ihrer Heimat stoßen: Es gilt eine Ausgangssperre ab 18 Uhr, Kultur und Freizeit finden quasi nicht statt. Folgerichtig reist man kurzerhand ins Nachbarland, Flüge und Unterkünfte sind aktuell spottbillig.

Durch den florierenden Tourismus steigt auch die Zahl (illegaler) Partys. Laut der madrilenischen Polizei wurden allein am vergangenen Wochenende 442 Feiern aufgelöst.

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Quelle: Telebasel
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