Die Corona-Pandemie macht der Musik- und Veranstaltungs-Szene weiterhin schwer zu schaffen. Festivals und Events werden reihenweise abgesagt, nur wenige erhalten einen Ersatztermin.

Doch betroffen sind nicht nur die Veranstalter, sondern auch Dienstleistungs-Unternehmen wie Ticket-Plattformen. Eines davon ist die US-amerikanische Firma Eventbrite, die nun 45 Prozent seiner Mitarbeiter entlässt.

CEO Julia Hartz gab bekannt, dass es neben den Entlassungen außerdem zu signifikanten Gehaltskürzungen und Schließungen von nicht-englischsprachigen Büros auf der ganzen Welt kommt. Mit diesen Maßnahmen sollen die Ausgaben des Unternehmens um bis zu 100 Millionen Dollar sinken.

Nachdem zunächst im weltweit renommierten Billboard-Magazin über die anstehenden Entlassungen berichtet wurde, veröffentlichte Eventbrite schließlich eine Erklärung, in der es heißt:

“Als ein Unternehmen, dessen Mission es ist, die Welt […] zu vereinen, wurde Eventbrite […] von der globalen COVID-19-Pandemie erheblich beeinflusst.
Um die langfristige Beständigkeit unserer Mission zu gewährleisten, haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, unsere weltweite Belegschaft um 45 Prozent zu reduzieren. Dies ist eine harte Realität, der wir uns stellen müssen, und wir sind traurig, dass viele unserer Teammitglieder das Unternehmen verlassen müssen. Wir haben uns verpflichtet, uns in dieser ohnehin schwierigen Zeit um die betroffenen Mitarbeiter zu kümmern. Zusätzlich zu den Abfindungen bieten wir erweiterte Gesundheitsfürsorgeleistungen und eine engagierte Unterstützung bei der Stellensuche.
Dies ist eine herausfordernde Zeit für Gemeinden auf der ganzen Welt. Obwohl wir nicht vorhersagen können, wie lange die Pandemie noch andauern wird, sind wir entschlossen, eine starke Plattform aufzustellen, die die Gründer beim Wiederaufbau ihrer Unternehmen unterstützt und die Rückkehr von Live-Veranstaltungen ermöglicht […].”

Eventbrite spielte bislang eine maßgebliche Rolle bei der Ticket-Distribution für Events auf der ganzen Welt. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Vormachtsstellung nun weiter entwickelt.

 

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