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Im Görlitzer Park, einem Hotspot der Berliner Drogenszene, wurde den Dealern ein Denkmal gesetzt. Für viele ist der Park der tägliche Beweis, dass die Politik und die Polizei an dieser Stelle komplett versagt hat. Denn es ist keine Besonderheit, Drogen angeboten zu bekommen, wenn man durch diesen Park läuft.

Das Denkmal wurde vom amerikanisch-französischen Künstler Scott Holmquist erstellt. Am Sonntag wurde im Görli eine Demo mit dem Motto „Solidarität und Menschenrechte für alle – auch für Dealer“ angemeldet. Ausgerichtet wurde sie von Holmquist und seinen Supportern. Im Zuge dessen wurde auch die Skulptur mit dem Namen „Letzter Held“ aufgestellt.

Bereits vor zwei Jahren forderte der Künstler ein Denkmal für die Dealer in dem berüchtigten Berliner Park. Dies wurde ihm natürlich untersagt. Immerhin wurde seine Skulptur für die Zeit der Demo aufgestellt – für 24 Stunden. Holmquist hatte 2016 eine komplette Ausstellung den Dealern im Görli gewidmet. Er will damit auf die Einzelschicksale der Dealer aufmerksam machen.

Vor drei Wochen hatte die Pegida München eine Demo organisiert, die von 140 Polizisten geschützt wurde. Die Demo im Görli war eine Antwort auf die Aktion der Rechtsextremen und dauerte wie die Pegida-Demo 24 Stunden.

Die rund drei Meter hohe Skulptur stand im Pamukkale-Brunnen und war ein Prototyp für das geforderte Denkmal. Noch ist aber unklar, ob es in Zukunft dauerhaft im Görlitzer Park stehen wird. Der „letzte Held“ hat ein Mobiltelefon in der Hand und zu bei seinen Füßen wurde eine Tafel angebracht, auf der chemische Verbindungen von Drogen zu sehen sind.

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