Weidendamm


Die meistgestellten Fragen im Club

Gefühlte Wahrheiten. Hier sind die gängigsten Fragen, die man so an einem Partyabend um die Ohren gehauen bekommt.

„Brauchst du Teile?“
Wat für Teile? stellt man sich beim ersten Mal noch naiv die Frage. Ja Teile… Ihr wisst schon. Habt ihr ja vermutlich selbst schon oft genug gehört die Frage. Es gibt eigentlich immer die typischen Teilchenbeschleuniger, die die Clubs nach potentiellen Käufern durchsuchen. Auf dem Klo, dem modernen Marktplatz für alle Deals, finden sich die Parteien dann am meisten.

„Wer spielt denn gerade?“
Eine völlig berechtigte Frage. Man möchte ja schließlich wissen welcher DJ gerade auflegt. Und vor allem ob eventuell der Lieblings-DJ gerade schon dran ist. Und da zum Glück die meisten Techno Clubs eher nicht wie eine Tomorrowland Mainstage aussehen, auf der der DJ relativ gut sichtbar präsentiert wird und im Zweifelsfall sein Name in der Größe eines Mehrfamilienhauses auf LED Leinwänden erscheint, kann man auch nicht immer genau sagen, wer das gerade an den Plattentellern ist. Hier ist es vorteilhaft einen großen Freund dabei zu haben. Den Techno Viking zum Beispiel.

„Wie lange geht das heute hier?“
Gaaaaaaanz wichtig. Manchmal endet nämlich der Partyabend viel zu abrupt. Besonders die besten Abende fliegen nur so an einem vorbei. Dazu passend dann:

„Geht nachher noch ne gute Afterhour?“
Man muss sich um eine Afterhour kümmern. Im einfachsten Fall gibt’s dann noch einen Laden, der alle Techno-Vampire der Stadt noch ein wenig beherbergt. Ansonsten muss man was eigenes starten. Aber wo? Wo nur? Die wichtigsten Sprüche zur After Hour findet ihr hier.

„Kennen wir uns nicht?“
Die Frage ist aus zwei Gründen eine der populärsten. Zum einen ist es die Mutter aller Anmachsprüche, wenn einem gar nichts anderes einfällt. Besser als sowas wie „Hat es eigentlich weh getan als du Engel vom Himmel gefallen bist“ ist es definitiv. Aber nun auch nicht gerade sehr kreativ. Zum anderen resultiert es auch aus einer gewissen Verklatschtheit. Die meisten Clubgänger können sich nun einmal wirklich nicht mehr daran erinnern, wen man mal getroffen hat und wen nicht. Generell ist ja sowieso jeder Mensch auf dieser Welt „schlecht mit Namen“. Oder habt ihr schon mal jemanden getroffen, der sagte, dass er sich meeeeeega gut Namen merken kann. Nein, die Leute wissen, wann Maceo Plex das letzte mal in Heidelberg gespielt hat. Auf den Tag genau. Und welche Farbe sein T-Shirt hatte. Aber mit Namen haben wir es halt nicht so. Außer natürlich DJ Namen. Jeder weiß doch welcher DJ vor 10 Jahren den einen Marcel Dettmann Track geremixt hat… Ist doch logisch. Aber mit Namen haben wir es halt nicht so… Ich zähle mich übrigens dazu… Entschuldigung, kennen wir uns nicht?

„Wie heißt der Track nochmal?“
Dank der App Shazam wird diese Frage mittlerweile deutlich weniger gestellt. Man schmeißt einfach sein Handy in Richtung Lautsprecher. Bei richtig geilen Tracks will man aber natürlich auch den Namen wissen. Ich will das Brett natürlich auch morgen nochmal hören und nochmal und nochmal. Leider verlieren so einige Tracks auf dem eigenen Duschradio ein wenig ihren Zauber. Tags drauf klingen viele Monster-Tracks aus dem Club dann Zuhause wie Katzenjammer. Aber das Risiko muss man in Kauf nehmen.

„Hast du ne Zigarette?“
Ich würde sogar soweit gehen, dass das die mir meistgestellte Frage in meinem Leben ist. Egal wo man ist, jemand schnorrt dich nach einer Kippe an. Ist ja nicht schlimm. Ich hab halt nur nie eine. Weil ich selbst nicht rauche, nicht weil ich auch selbst nie eine habe. Und so frage ich mich oft, warum haben Raucher eigentlich nie selbst Zigaretten? Und wenn sie welche haben, dann aber kein Feuerzeug. Beides gleichzeitig kommt in extremen Ausnahmefällen vor.

„Mega geile Musik oder?“
Mehr eine rhetorische Frage. Aber man vergewissert sich ab und zu mal gerne, ob die anderen Leute das denn auch so sehen. Meistens ist die Musik auch mega geil.

„Zu mir oder zu dir?“
Die Toilette ist nicht nur ein Ort, an dem sich Dealer und Käufer finden. Hier beschließt man als heißer Flirt dann endgültig, dass man vielleicht für den restlichen Abend doch eher in eine Wohnung oder in ein weiches Bett sollte. Die Klobrillen in den meisten Clubs sind nun nicht gerade anturnend. Und Sex auf dem Discoklo hat zwar auch seinen Reiz, aber nicht seine Privatsphäre. Also, irgendwann fragt man sich dann „zu dir oder zu mir?“.

„WAAAAAAAAAAAS?“
Es ist laut. Es muss laut sein. Und eigentlich sollte man sich eh nicht unterhalten. Tanzt lieber! 50% aller Tanzflächen-Konversationen bestehen eh nur aus der Frage „WAAAAAAAAAAAS?“

 

Und hier erfahrt ihr, wie ihr erst einmal in den Club gelangt…

Hier dreht sich alles um Türsteher
Bremen erlässt Gesetz gegen Türsteher-Willkür
Deswegen kommt man nicht in den Club
10 Dinge, die dir nicht beim Türsteher weiterhelfen

Hier dreht sich alles um Clubs:
20 legendäre Clubs, die es nicht mehr gibt
15 Clubs, in denen ein DJ aufgelegt haben sollte
15 Clubs, die ihr nicht vergessen könnt