Kokain, Cannabis, Ecstasy und sämtliche anderen synthetischen Drogen werden nach Herzenslust konsumiert. Dabei schaden die Konsumenten nicht nur sich selbst, sondern auch vielen Tieren und Pflanzen. Denn bei der kommerziellen Herstellung von Drogen, die natürlich nicht reguliert oder überwacht wird, wird die Umwelt teilweise massiv geschädigt.

Zugegeben, nur die wenigsten denken beim Feiern an den Umweltschutz. Dabei wird bei der Herstellung von Kokain enorme Schäden in der Natur hinterlassen. In Kolumbien, Peru und Bolivien wird das meiste des weltweit konsumierten Kokains produziert.

Im Zuge dessen wurden riesige Anbauflächen der Koka-Pflanze mit Pestiziden besprüht. Dies hat sich aber nicht durchgesetzt. Die Koka-Bauern holzen zudem den Regenwald ab, um ihre Anbauflächen zu vergrößern. Außerdem werden Unmengen Chemikalien und Abfallprodukte in den Dschungel gekippt. Bei der Verarbeitung der Kokablätter werden unter anderem Benzin, Schwefelsäure und Aceton verwendet.

Selbst beim Anbau von Cannabis entstehen weltweit Schäden und es werden gigantische Mengen an Strom beim Indoor-Anbau verbraucht. Ein Gramm indoor produziertes Gras verbraucht soviel Strom wie die Herstellung von einem Sixpack Bier. In Paraguay werden sogar Waldflächen gerodet, um mehr Cannabis anzubauen und auch der hohe Wasserverbrauch sollte an dieser Stelle erwähnt werden.

Auch die hochgiftigen Reste der Ecstasy-Produktion werden einfach in der Natur entsorgt. In den Niederlanden, wo die meisten synthetischen Drogen hergestellt werden, werden immer wieder giftige Substanzen entdeckt, die schlicht in Wäldern oder Flüssen entsorgt wurden.

Ein großes Problem, dem Kokain-Anbau einen Riegel vorzuschieben, ist das viele Bauern ohne den Anbau nicht überleben könnten. Dies ist wohl auf die fehlende Infrastruktur der normalen Landwirtschaft zurückzuführen. Die Bananen holt niemand ab, wohingegen die Kokain-Mafia bestens organisiert ist.

Die Legalisierung von Drogen könnte die Lösung sein. Wenn die Cannabis-Bauern ihre Plantagen nicht verstecken müssten, könnten sie outdoor auf Feldern anbauen. Durch Sonnenlicht und Regen hätten die Pflanzen alles was sie brauchen und die Energie-Ressourcen würden geschont werden.

Bei den härteren Drogen wäre es ethisch ein Problem, da sie lebensgefährlich sein können oder abhängig machen. Die Umweltprobleme würden allerdings ebenfalls eingedämmt werden. Auch würde es wohl für Kriminelle uninteressant werden, da der Marktpreis vermutlich stark fallen würde.

Die beste Lösung ist aber eigentlich ganz einfach: weniger Drogen konsumieren. Darauf kann man aber wohl lang warten…

Quelle: quarks.de

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