Es ist soweit: Im kommenden Oktober eröffnet nach gefühlt ewig langen Strapazen endlich das Museum Of Modern Electronic Music (MOMEM) in Frankfurt. Das Museum ist das erste seiner Art und soll die Geschichte der elektronischen Musik würdigen als auch ihre Zukunft erforschen. Die Gäste erwarten mehrere Räume mit interaktiven High-Tech-Erlebnissen und immersiven Geschichten, die Klang und Licht in Verbindung bringen. Die kuratierten Ausstellungen zeigen ikonische Momente, Künstler*innen, Flyer, Logos und Kunstwerke der elektronischen Musik-Historie.

Die Idee zum MOMEM entstand bereits 2011. Dahinter steckt Direktor Alex Azary, der von seinem langjährigen Freund, Partner und Technoclub-Gründer Andreas „Talla“ Tomalla inspirert wurde. Azary selbst ist leidenschaftlicher Musikliebhaber, DJ, Produzent und ein echtes Urgestein der Frankfurter Szene (lest hier ein Interview mit ihm).

Nach einem langen Hin und Her (es ging etwa um die Bewilligung von Fördermitteln) kann das aufwändig gestaltete Museum nun endlich seine Pforten öffnen. Involviert in der Umsetzung sind branchenführende und preisgekrönte Agenturen wie der Atelier Markgraph und Cosalux, die das Konzept zum Leben erwecken und die Besucher*innen in einen multisensorischen Raum voller audiovisuellen Erfahrungen entführen. Ein spektakuläres Design trifft hier auf Hightech-Power, Geschichte und modernste Technik.

Im Inneren ist das Museum in verschiedene Bereiche unterteilt, darunter eine Creator’s Stage mit flexiblem Mobiliar für unterschiedliche Kontexte, The Spatial Sampler, der über eine „unendliche Raum“-Rasterbeleuchtung verfügt, die sich in einen „Hyperraum“ verwandeln lässt. Er verfügt über Klangwellen an den Wänden und eine temporäre Bühne für bestimmte Ausstellungen sowie eine riesige Discokugel mit Klanginstallationen von Weltrang und Klangarchitektur. Der Inner Circle führt in die Ausstellungen ein, und zu den weiteren Räumen gehören Sonic Welcome, Come Together, ein Bereich für besondere Gäste und ein kuratierter Museumsshop sowie eine Bibliothek, die eine Fülle von Musikgeschichte und Wissen bietet. Weitere interaktive Erlebnisse, Musikinstrumente, Decks, Software, tragbare Geräte, Kunst- und Grafikinstallationen, KI, VR und AR, Lichtshows und vieles mehr verbinden die Besucher*innen mit der elektronischen Musik auf eine nie da gewesene Art und Weise.

Weitere Informationen zum MOMEM findet ihr auf der offiziellen Homepage.

 

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