Frankreichs Premierminister Jean Castex hat in einem Radiointerview gegenüber France Inter bekanntgegeben, dass (Indoor-)Events mit weniger als 5.000 Teilnehmern zukünftig von Social-Distancing-Pflichten befreit werden sollen. Die Maskenpflicht wiederum bleibe bestehen.

Ausnahmen bilden demnach sogenannte “Rote Zonen”, in denen die Infektionszahlen weiterhin steigen. Dazu gehören allerdings auch Frankreichs größte Städte wie Paris, Lyon, Marseille und Bordeaux.

Während “kleinere” Events mit bis zu 5.000 Teilnehmern nun also sogar ohne Social-Distancing stattfinden können, bleiben Großveranstaltungen mit über 5.000 Personen mindestens bis November verboten.

Im Radio-Interview rät Jean Castex ausdrücklich, lieber ins Kino oder ins Theater anstatt auf ein Event zu gehen, dort würde man schließlich nichts riskieren.

Die neuen Regelungen, die bereits von Frankreichs Kulturministerin via Twitter bestätigt wurden, verschaffen unserem Nachbarstaat damit ein Alleinstellungsmerkmal: Unter den Ländern mit einer populären Live-Event-Branche ist Frankreich nun der erste Staat, der das Abhalten von Live-Shows- und Events ohne Social-Distancing-Maßnahmen erlaubt.


Das könnte dich auch interessieren:
Hochgradig verantwortungslos: Corona-Infizierter geht in Nürnberger Club feiern
Bundesländer diskutieren Partyverbot wegen Corona
Partys in AirBnbs jetzt verboten – Außerrdem: Strengere Maßnahmen für Vermietung

Quelle: mixmag, France Inter