Vergangene Woche wurden in Würzburg und Schweinfurt drei „CBD-Shops“ von der Kriminalpolizei Würzburg durchsucht. Der Laden in Würzburg war der erste seiner Art und wurde erst in diesem Jahr eröffnet. Wir hatten hier darüber berichtet. Nun wird den Betreibern strafbarer Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen.

Es wurden Stichproben von als Tee deklarierten CBD-Blüten genommen. Und da sie Wirkstoffgehalte von 0,16 bis 0,3 Prozent aufwiesen, hätte Cannameleon für deren Verkauf eine Erlaubnis nach dem Betäubungsmittel benötigt. Denn die Obergrenze für den THC-Gehalt liegt bei 0,2 Prozent. Außerdem ist es gesetzlich scheinbar nicht erlaubt, unverarbeitete CBD-Produkte wie z.B. Blüten verkauft. So richtig geklärt ist es allerdings nicht.

Der Ladeninhaber beteuert, dass das Cannabis die gesetzlichen Grenzwerte überschreite. Die Eröffnung seines Ladens hatte einen großen Medienrummel genossen und man war stets darauf bedacht transparent und legal zu handeln. Das hielt die Beamten aber nicht davon ab, massenhaft Produkte zu beschlagnahmen und Beteiligte unverhältnismäßig hart zu behandeln. Auf den Sozialen Netzwerken nahm der Besitzer Stellung zu den Vorfällen.

Nun versucht man die Verantwortlichen für die Razzia zu finden und gegen dieses unmögliche Benehmen vorzugehen. Manche gehen davon aus, dass Lobbyisten die Aktion initiiert haben. Egal, was man von der ganzen Sache hält, die Steuergelder für diesen Einsatz hätten sicherlich für einen besseren Zweck verwenden können.

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