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Wir haben schon oft darüber berichtet, dass weltweit immer mehr Raves, egal ob erlaubt oder illegal, veranstaltet werden und für Aufsehen sorgen. Der Stadtrat von Edmonton hat nun in Form eines Berichts, der online zu sehen ist, gefordert, die Geschäftslizenz der kanadischen Stadt zu ändern, um sogenannte „Raves“ bzw. Veranstaltung mit elektronischer Musik oder Tanzpartys zu verbieten.

Grund für ein solches Verbot sind mehrere drogenbedingte Vorfälle, bei denen junge Menschen zu Schaden kamen. Die Stadt sieht die Veranstaltungen als zusätzliche und vermeidbare Belastung für die Notfallkräfte und äußert ein Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit. Konkret geht es dabei um ein Festival im Februar mit rund 5000 Menschen, von denen 18 ärztlich behandelt werden mussten. Eine Sprecherin des Sexual Assault Centre of Edmonton (SACE) berichtete außerdem, dass während des Events deutlich mehr Anrufe bei der Krisen-Hotline eingingen als normal. Für den Stadtrat bedeuten Tanzveranstaltungen und Raves demnach mehr Probleme und einen „weit verbreiteten Drogenkonsum“.

Ein lokaler DJ äußerte sich zu der Forderung und sagt, dass er glaubt, dass kein grundsätzliches Verbot auf nur ein bestimmtes Musikgenre verhängt werden muss und als Folge ein kultureller Teil einfach ausgegrenzt werden würde. Shelby Young, die Gründerin des Schadensreduzierungs-unternehmens Indigo Harm Reduction, sagte außerdem in einem Interview mit CBC News, dass die Menschen vermutlich auch ohne Raves und Veranstaltungen weiterhin Drogen konsumieren werden und die Maßnahme grundsätzlich ein falscher Ansatz sei. Sehen wir auch so.
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Foto: www.flickr.com/photos/kurt-b/35249030722