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Zwischen Anwohnern und Clubbetreibern spitzt sich die Situation im Wiesenweg am Gleisdreieck in Berlin immer mehr zu. Derzeit werden zahlreiche Klagen wegen Körperverletzung vorbereitet. Beschwerden wurden nicht ernst genommen und niemand fühlt sich zuständig. Darum wurden nun an 57 Politiker Briefe von 61 Bewohnern geschrieben, um die Situation zu ändern – bisher ohne Antworten. In den Briefen werden die „tieffrequenten Geräusche“ beklagt, die den Anwohnern „seelische und körperliche Ruhe und das Erholbedürfnis erheblich beeinträchtigen“. Aufgrund des Lärms können die Bewohner teilweise ihre Balkone nicht nutzen und auch Fenster öffnen ist nicht drin. Der Lärm sei einfach zu stark.

Die Verwaltung ließ verlauten, dass sie im Gespräch mit den Clubbetreibern seien. Das Gleisdreieck steht zwischen Gewerbegebiet und gewerblich geprägtem Gebiet, deshalb sei die Lage pikant. Zwar wohnen in dem Gebiet schon seit Jahren Leute, offiziell darf aber dort aber eigentlich niemand. Die Anwohner sind empört, da das Wohnprojekt im Jahre 2009 angeblich genehmigt wurde.

Ganz andere Probleme haben währenddessen die Clubs. Das ehemalige Kosmonaut (jetzt Polygon) könnte durch die Unternehmensgruppe Padovicz verdrängt werden, die auf dem Grundstück ein Bürokomplex errichten möchte.

Hoffentlich kommen alle Beteiligten zu einer passenden Lösung.

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Quelle: Tagesspiegel