Nachdem in Hamburg bereits letzte Woche ein Alkoholverkaufsverbot für bestimmte Szeneviertel beschlossen wurde, droht nun auch Berlin zu folgen. In Hamburg darf zwischen 20 Uhr und 6 Uhr in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen und bei sogenannten Gassenverkäufen durch Bars oder Lokale kein Alkohol mehr verkauft werden. Betroffen davon sind Partyhotspots wie St. Pauli, das Schanzenviertel oder Ottensen. Für die Hamburger schlimm genug, nun besteht allerdings Grund zur Annahme, dass auch Berlin nachziehen könnte. 

Wie Spiegel.de berichtet, erwägt die Gesundheitssenatorin der Stadt Berlin, Dilek Kalayci, ein sogenanntes Alkoholverkaufsverbot für Berliner Kneipen zu etablieren. Sie befürchtet, dass das bisherige, verstärkte Kontrollieren der Polizei und Ordnungsämter in den Kneipen nicht genug genützt haben und zieht auch weitere Schritte in Betracht. Ihrer Meinung nach sorge der Alkoholgenuss dafür, dass die Menschen nachlässiger und laut würden – und kaum noch Abstand hielten oder Hygieneregeln befolgten. “Das führt dazu, dass sich die Infektionen mehr ausbreiten. Das müssen wir verhindern.”, sagt die Senatorin.

Bilder wie diese würden dann schnell der Vegangenheit angehören.


Auch die Wirte in den Kneipen in Berlin würden zu nachlässig handeln. Tische und Stühle stünden zu nah beieinander und Dokumentationspflichten der Kontaktdaten würden vernachlässigt. Wenn Polizei und Ordnungsämter in den Berliner Kneipen die Situation nicht besser unter Kontrolle bekommen, können wir uns wohl auf ein Alkoholverkaufsverbot in einer weiteren Partymetropole gefasst machen. 

Wir fragen uns, ob das tatsächlich die richtige Lösung ist …

 

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