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In einer Studie wurde Kraken Ecstasy verabreicht, um zu testen, ob sich ihr Verhalten aufgrund der Wirkung von MDMA verändert. Die geteste Art gilt nämlich nicht nur als enorm intelligent, sondern auch besonders asozial. Nur wenige Krakenarten fühlen sich in der Anwesenheit ihrer Artgenossen wohl. Lediglich zur Fortpflanzung machen die Tiere eine Ausnahme.

Bei den Experimenten konnten die Kraken zwischen drei Bereichen im Aquarium wählen: ein komplett leerer Abschnitt, ein zweiter mit kleinen Star-Wars-Figuren und ein dritter Bereich mit einem weiteren Kraken unter einem umgedrehten Blumentopf mit Löchern. So konnten sich die Zwei wahrnehmen, aber nicht verletzen.

Die nüchternen Kraken hingen am Liebsten mit den Star-Wars-Figuren ab. Waren die Kraken auf MDMA suchten sie wohl nach etwas Gesellschaft und gingen in den Bereich mit dem Artgenossen. Teilweise hatten sie ihre Arme um den Blumentopf gewickelt. Sie umarmten also quasi ihre Kollegen, ganze 15 Minuten lang.

Doch die Forscher verabreichen den Tieren natürlich nicht zum Spaß Drogen. Die Erkenntnisse sollen beim Einsatz von MDMA in der Psychotherapie Anwendung finden. Dabei wird zum Beispiel Patienten mit Autismus geholfen. Durch die biochemischen Ähnlichkeiten von Menschen und Kraken soll also die therapeutische Wirkung von MDMA besser verständlich werden.

Die Studie wurde gerade erst von der Neuroforscherin Gül Dölen von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore und dem Meeresbiologen Eric Edsinger vom Marine Biological Laboratory in Woods Hole in Massachusetts im Fachmagazin „Current Biology“ veröffentlicht.

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