Polizei in München muss einem Mann seinen Joint erstatten - Bild von Gabriel Popp

Polizei in München muss einem Mann seinen Joint erstatten – Bild von Gabriel Popp


Die Polizei muss nun einem jungen Mann das Geld für seinen zerstörten Joint zurückerstatten. Klingt wie ein Witz? Ist nun aber in München passiert.

Der junge Christoph N. saß nichts ahnend am Isarufer und rauchte entspannt seinen Joint. Es dauerte nicht lange, da zog er die Aufmerksamkeit eines Zivilpolizisten auf sich, welcher dann auch zu dem Mann ging. Bei dem Mann angekommen, fackelte der Polizist nicht lange und entsorgte den Joint des Mannes. Witzig nur, die Polizei muss nun dafür aufkommen.

Warum? Ganz einfach, der junge Mann war kein einfacher “Junkie”, wie er so nett von dem Zivilpolizisten genannt wurde, sondern er war krank und nahm das Cannabis als Medizin.

Cannabis wurde dieses Jahr als Medizin für Schwerkranke genehmigt. Hat man also ein Rezept von seinem Arzt bekommen und nimmt Cannabis aus medizinische Gründen, dann ist dies legal.

Christoph N. braucht Cannabis als Medizin. Es ist ihm bewusst, dass er das Rezept zu jeder Zeit bei sich haben muss, um Ärger mit der Polizei zu vermeiden und nachzuweisen, dass er Cannabis aus gesundheitlichen Gründen zu sich nimmt. Weshalb er dem Zivilpolizisten dieses auch mitteilte und ihm sein Rezept zeigte. Diesem war dies jedoch egal und er entsorgte den Joint von Christoph N.

Daraufhin beschwerte sich Christoph bei der Dienstaufsicht und verlangte Schadensersatz. Und bei so einem Hintergrund MUSS die Polizei auch zahlen. Somit bekam er von der Polizeiinspektion 6,60 € für die unrechtmäßige Zerstörung seines Joints überwiesen.

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